FRAU iDA stellt vor #27 Doris Malischnig

Shownotes

Zu Gast in unserer heutigen Folge ist Dr. Doris Malischnig – Psychologin und Psychotherapeutin in eigener Praxis. Doris hat Psychologie an der Universität Wien studiert, ihr Doktorat in Bremen abgeschlossen und neben zahlreichen anderen Ausbildungen das Studium der Psychotherapie (Verhaltenstherapie) absolviert. Der Schwerpunkt ihrer beruflichen Erfahrungen liegt im Suchtbereich, insbesondere im Bereich der Spielsucht, was angesichts der jüngst veröffentlichten Studien gerade für Österreich – mit 300.000 spielsüchtigen oder problematisch spielenden Menschen – von besonderer Relevanz ist. Dr. Doris Malischnig verbindet klassische und moderne Therapieansätze, um ihre Klienten und Klientinnen möglichst umfassend und auf hohem Niveau unterstützen und begleiten zu können.

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00:00:00: Frau Ida stellt vor.

00:00:09: Der Podcast der Waldviertler Frauenwirtschaft.

00:00:13: Und wenn man da mal hineinkiebt in diese Glücksspielabhängigkeit, in die Slotmaschine, wo wirklich die Rückmeldungen von einem Einsatz zu einem Ergebnis innerhalb von Sekunden ist und in dieser Zwischenzeit massiv Vormone ausgeschüttet werden dann ist das was abhängig

00:00:32: macht.

00:00:35: Mein Name ist Martina Keins.

00:00:36: Ich stelle euch in unserem Podcast von Frau Ida interessante Frauen und spannende Persönlichkeiten vor.

00:00:43: Zu Gast in unserer heutigen Folge ist Doris Malischnik, Psychologin und Psychotherapeutin in eigener Praxis.

00:00:51: Doris hat Psychologie an der Universität Wien studiert, ihr Doktorat in Bremen abgeschlossen und neben zahlreichen anderen Ausbildungen die psychotherapäutische Richtung der Verhaltenstherapie absolviert.

00:01:04: Der Schwerpunkt ihrer beruflichen Erfahrungen liegt im Suchtbereich, insbesondere im Bereich der Spielsucht was angesichts der jüngst veröffentlichten Studien gerade für Österreich mit dreihunderttausend spielsüchtigen oder problematisch spielenden Menschen von besonderer Relevanz ist.

00:01:22: Doris Malisznik verbindet klassische und moderne Therapieansätze um ihre Klientinnen möglichst umfassend auf hohem Niveau unterstützen und begleiten zu können.

00:01:34: Ich freue mich sehr, dass Doris heute hier ist.

00:01:37: Liebe Doris!

00:01:38: Du hast ja selber eine ganze Reihe von Studien- und Ausbildungen absolviert und hast ganz viele hochinteressante Plätze auch gehabt für deine Arbeit an denen du gewirkt hast.

00:01:52: Nimm uns bitte mal mit auf diese spannende Reise vielleicht ganz zu Beginn.

00:01:56: ab wann wusstest du das du Psychologie studieren möchtest?

00:02:00: Ob das Psychologie-Studium sein wird, habe ich nicht gewusst.

00:02:03: Aber mir hat immer schon interessiert warum die Leute so sind wie sie sind und dem ein Stück näherzukommen ist sicher als Psychologin der geeignete Weg.

00:02:17: an sich habe ich mich zuerst nicht Psychologie studiert sondern war Diplomierte Autotistin.

00:02:23: Das war damals eine Fachhochschule für Augenautoptik.

00:02:28: Warum?

00:02:30: mir das von dem Elternhaus finanziert wurde und mein Vater im Psychologiestudium jetzt nicht zu den geeigneten Weg sah.

00:02:39: Ja, dann habe ich als Autopistin gearbeitet...

00:02:42: War das noch in Kiernden oder schon in Wien?

00:02:44: Nein!

00:02:44: In Wien!

00:02:46: Im Wien habe ich diese Ausbildung gemacht und hab danach gleich in Wied zum Arbeiten begonnen und habe aber sehr bald gewusst dass ich weiter in mein Ziel verfolgen möchte, Psychologie zu studieren.

00:03:01: Und haben wir damals dann die angeblich schwerste Prüfung rausgesucht und haben mir gedacht okay wenn nicht die scharf schaffen reist da und hab neben meiner Arbeit dann halt am Abend diese Vorlesung besucht und habe die Prüfungen geschafft und wird neu.

00:03:16: Wenn das so geht...

00:03:16: Weißt du noch was das für eine Prüfungsprüfung war?

00:03:18: Ja Neuropsychologe!

00:03:20: Okay ja genau Das war dann der Weg in den Studium und das war eigentlich Semester für Semester eine total schöne Erfahrung mit Kollegen zusammen zu sein, die derselbe Thema interessiert.

00:03:40: Und sich bei der Psychologie ein Stück vorwärts zu entwickeln Und sehr bald war.

00:03:48: die Möglichkeit hat sich aufgetan, dass ich gemeinsam in AKH und Institut für Medizinische Psychologie an einer großen Studie zum Thema Krankheitsbewältigung und chronischer Erkrankungen im speziellen Diabetes Typ I arbeiten kann.

00:04:04: Nämme ich vom Ausbruch an und wie die Leute unterschiedlich damit umgehen.

00:04:07: Und das war eigentlich genau das, was mich mal interessiert hat.

00:04:11: Wie geht jemand mit einem Schicksalsschlag um?

00:04:14: Wie geht jemand damit um, an einer chronischen Erkrankung zu leiden?

00:04:18: Und wie verändert sich das im Laufe der Zeit?

00:04:20: Das war so mein erster Einstieg in Studien.

00:04:24: Und wie laufen die Abwärts?

00:04:25: Die denken wir unsere Zuhörerinnen und Zuhörer haben vielleicht wenig Ahnung davon... Was tut man da im Rahmen einer Studie?

00:04:32: Wir haben in einer Studie, schaut man sich zuerst die Fachliteratur an.

00:04:36: Schaut was es schon gibt und stellt sich dann Fragen, sogenannte Hypothesen und überlegt sich wie kann man diese Frage beantworten?

00:04:45: Dann rechnet man sich aus um diese Frage Beantwortung zu können.

00:04:49: Wie viel Leute braucht es um das dann statistisch ausrechnen zu können damit man sagen kann Das ist jetzt wirklich hochgerechnet in Durchschnitt die Antwort von jemanden, der sich diese Frage stellt.

00:05:04: Und dadurch dass das erste ein Langzeitstudie war, weiß ich noch, war ja das erste Jahr unterwegs wie ein Detektivbüro weil ich die Leute wieder ausfindig machen müssen.

00:05:14: Das heißt du hast sie rekrutiert für dieses Studium?

00:05:17: Genau und dann alle zwei Jahre weiter befragt.

00:05:20: Hattest du sonst Interessensschwerpunkte während des Studiums?

00:05:24: Damals war es die Entwicklungspsychologie, die bisher spannend gefunden, wie sich gewisse Dinge auch verhüten lassen präventiv.

00:05:34: Welche Erziehungsfehler sollte man wirklich nicht machen?

00:05:37: Wie kann ein Kind einen Jugendlichen begleiten, dass da ein gesunder Erwachsener schlussendlich rauskommt?

00:05:46: Was noch entwickelt eher die klinische Psychologie eigentlich von Anfang an?

00:05:51: Die Krankheiten gibt es, die Störungsbilder und was gibt's für Behandlungsmöglichkeiten?

00:05:57: Das heißt also der Bereich in dem du jetzt tätig bist.

00:06:00: aber vielleicht weil du zuerst den Begriff Suchtprävention oder Prävention besser gesagt erwähnt hast.

00:06:07: Wir kennen uns ja selber aus der Sucht.

00:06:09: prävention.

00:06:10: ich erinnere mich noch gut das ist schon glaube ich zehn Jahre her dann noch länger wo da mal einen überaus spannenden Vortrag gehalten hast, zum Thema Glücksspielabhängigkeit.

00:06:20: Das war ja eine Zeit lang in deiner beruflichen Tätigkeit das Hauptthema.

00:06:26: Genau!

00:06:27: Das war eigentlich ein Thema, was vor, sagen wir, zwanzig Jahren – wie ich begonnen habe mich intensiver damit zu beschäftigen – noch sehr untergeordnet neben den stofflichen Süchten Die Verhaltenssüchte, heutzutage redet ja fast jeder nur noch von Handysucht und Internet-Zucht.

00:06:44: Und auch Glücksbesuch.

00:06:47: Dieses Wissen ist noch relativ neu, dass auch eine verhaltensweise eine Sucht auslösen kann oder Spannendeppe.

00:06:53: diese sagt und das immer wieder bei meiner Eingangsüberlegung.

00:06:57: Warum die Leute so handeln wie sie handeln?

00:07:00: Wie kann ich das verhindern?

00:07:02: Wie

00:07:02: können die Leute wirklich auf einem Weg begleiten der störungsfrei in der Lebensqualität ein wertvoller

00:07:12: West.

00:07:12: Die Glücksspielabhängigkeit, wenn wir da vielleicht kurz am Blick so drauf werfen wie sieht es da derzeit in Österreich aus?

00:07:19: Gibt's da Trends die man beobachten kann?

00:07:21: Die

00:07:21: Glückspiel-Abhängigkeit ist in Österreich glaube ich... oder nicht nur in Österreich ist eine der härtesten Abhängigkeiten, die man haben kann.

00:07:31: Glücksspiele kann man fast überall tätigen, überall gibt es Möglichkeiten zumindest Lotteriespielen zu spielen aber mittlerweile auch im Internet.

00:07:40: Es gibt in Österreich eine Internetseite wo man spielen darf.

00:07:46: Das gibt aber wie wir wissen der illegale Markt ist groß und wenn man da mal hinein kippt Glücksspielabhängigkeit in die Slotmaschine, wo wirklich die Rückmeldungen von einem Einsatz zu einem Ergebnis innerhalb von Sekunden ist und in dieser Zwischenzeit massiv Vormone ausgeschüttet werden.

00:08:07: Dann ist das was abhängig macht Und die Leute suchen dieses Gefühl dann immer kürzeren Einheiten also immer öfter und schneller mit höheren Einsätzen und Rutschen dahinein.

00:08:20: Das ist leider ganz furchtbar zuzuschauen und deswegen jedes Angebot wieder auszukommen oder jedes Angebote, was die Spieler schwere.

00:08:32: Warum mache ich das?

00:08:33: Wo kann ich einen Knopf reinmachen ist extrem

00:08:37: wichtig.

00:08:37: Glaubst du dass die angespannte wirtschaftliche Situation auch dazu beiträgt, dass Leute mehr praktizieren und da dann reinrutschen.

00:08:47: Das Problem bei der Glücksperrfängigkeit ist, dass die meisten erzählen, dass sie am Anfang einen hohen Gewinn hatten.

00:08:52: Und wenn man danach fragt wie hoch war der Gewinn, sagen Sie ja, Sie haben damals zwanzig Schilling in irgendeine Slotmaschine oder einen Automatenreinkraut und haben dann tausend Schilling gewonnen.

00:09:05: das ist dann im Nachhinein gesehen so gut wie nix.

00:09:08: aber diese Dopaminausschüttung bleibt hängen.

00:09:14: ganz ein entscheidender Moment oder auch beim Rubel los, wenn man aufrubelt und plötzlich hat man einen relativ hohen Gewinn.

00:09:23: Das ist etwas was den Leuten hängen bleibt.

00:09:25: und das ist genau das Problem dass die Verlustphasen dazwischen viel weniger deutlich hängern bleiben und man deswegen immer wieder sich an die sogenannte positive Zeit erinnert und es dazwingend ausgeklammert wird.

00:09:39: Und das verzehrt dann das Bild so und dadurch kommt es da mit der Zeit zu wirklich hohen Verlusten, niedrigen Gewinnern.

00:09:49: Damit hängt die ganze Familie die Angehörigen mit drinnen, weil sie vernachlässigt werden, weil Arbeit vernach lässig wird.

00:09:57: Die Leute erzählen ein guter Tag ist nur noch der, wo ich mit dem Geld, was ich zur Verfügung gehabt habe, möglichst lang spielen kann.

00:10:05: Das ist sozusagen an der Endpunkt.

00:10:07: Die müssen auf jeden Fall ... dann in intensifere

00:10:10: Behandlung.

00:10:11: Wann kommen Sie denn so in der Praxis?

00:10:14: Weil ich denke mal, da wird ja der Leidensweg doch relativ lang oder groß sein bevor sie sich wirklich Hilfe suchen.

00:10:22: was sind die Auslöser wenn sie dann eine Klinik oder eine Beratung oder eine Therapie kommen?

00:10:28: Ja, da gibt es verschiedene Phasen wo die Leute damit Soweit sind, dass etwas dagegen unternehmen müssen.

00:10:37: Das eine ist natürlich wenn sie in der Insolvenz sind, wenn Gorka Gäutmeer da ist.

00:10:42: Davor gibt es dann aber schon X Beziehungen die abgebrochen wurden.

00:10:46: also da ist dann das Schaden schon extrem hoch.

00:10:49: was dazukommt ist, dass sich die Leute dann oft schon Geld ausgebrockt haben von Gott und der Welt und des etwas is was ihr nicht am sozialen Umfeld auch nicht besonders gern gesehen macht.

00:11:02: Es gibt ja ganz viele Leute davor.

00:11:04: Das heißt, es sind Leute, die man spricht auch von der versteckten Abhängigkeit, weil man riecht's nicht und zielsnet.

00:11:11: Und das ist etwas, was die Leute dann zum Beispiel jetzt in der Therapie so nebenbei erzählen.

00:11:17: Wenn man da nachfragt, kommt man drauf, dass sich wirklich aus ihrem Leben wegzippen, indem sie eben spielen gehen

00:11:23: und

00:11:24: Geld einsetzen.

00:11:25: Da muss man mit ihnen erarbeiten warum wir uns das und vor allem sowie immer besüchten, was mache ich stattdessen?

00:11:32: Genau, das heißt die Alternativen dann anzubieten.

00:11:34: Gibt es da auch Entzugserscheinungen?

00:11:37: Ja, es gibt ein ganz deutliches Graving-Gleit voneinander zum Zittern.

00:11:41: Es gibt körperliche Entzugerscheinnungen als wenn in einem Schwind legst du einen Kopf.

00:11:47: Das ist wie bei Nikotinabhängigkeit oder sonstigen substanzgezogenen

00:11:52: Abhängigkeiten.

00:11:53: Du hast einen... Zweiten Schwerpunkt, einen großen Schwerpunkte war also die Entwicklung des Alk Coaches wo du mitgewirkt hast.

00:12:01: Was ist das?

00:12:02: Was ist der Alk

00:12:02: Coach?

00:12:04: AlkCoach.at ist eine Website oder eine Homepage wo man nur eine E-Mail Adresse braucht und eine Benutzernahme sich ausdenken kann.

00:12:15: Also völlig anonym kostenfrei in Österreich und sehr gut überprüft dass es auch wirkt Wo man sich selber Konsum reduzieren kann und sich den Alkkoach dazu nimmt, damit er einen dabei begleitet.

00:12:30: Wie funktioniert das?

00:12:32: Man gibt ein, dass man nicht mehr jeden Tag drei Bier trinken will sondern nur noch zwei am Samstagabend.

00:12:39: Man wird begleitet von einem E-Coach und es gibt so ein paar verschiedene Personengruppen die an dabei, die man sich aussuchen kann und die an da bei begleiten.

00:12:50: weil was ja alle Parallel haben, es sind eben so wie du vorhin gesagt hast Entzugserscheinungen.

00:12:56: Wie geht damit um?

00:12:58: Wie gehe aber damit um dass in meiner Community rundherum alle trinken?

00:13:03: Wie sage ich nein was mache ich bei einem Ausruhrscher?

00:13:07: Wie komme wieder zurück?

00:13:08: ist dann alles vorbei?

00:13:09: Nein!

00:13:10: Dann fängt einfach alles wieder von vorne an und... Man muss sich nur motivieren, wieder den Alkkoach zu nutzen.

00:13:17: Und dazwischen gibt es motivierende E-Mails von dem E-Coach.

00:13:20: Wir haben jetzt länger nicht auch dann auf dieser Plattform, wo er sagt ja magst du dich wieder mal vorbeischauen oder gehst mir schon ab?

00:13:28: Also das sind so Alkorhythmen die dahinterlegt sind.

00:13:32: und das Gute ist wir haben gesehen dasselbe gibt's auch für Cannabis User das heißt kein Reduce Punkt AT oder auch für Glücksspieler genug gespielt Punkt AT.

00:13:42: Und das Gute ist, dass die Leute mit Hilfe dieser webbasierten Angebot damit die Selbsthilfe steigern und damit die Leute weniger konsumieren und ihren Zielen näherkommen.

00:13:59: Ohne dass sie in einer Beratungsstelle müssen oder zu einem niedergelassenen Psychotherapeutin oder Psychologin.

00:14:08: Das heißt es ist ein niederschwelliges Angebot.

00:14:11: Das ist auch darauf abzielt, ich glaube das wird ja auch oft ein bisschen missverständlich gesehen dass um jetzt vernünftig zum Beispiel mit Alkohol umgehen zu können muss sich komplett drauf verzichten.

00:14:23: Das ist hier nicht der Ansatz sondern da versucht man eher so diese Harm Reduction wie es heißt also versucht einfach den Schaden zu begrenzen und einfach den Konsum zu reduzieren

00:14:33: Genau.

00:14:33: Und es geht nicht darum, ob jemand jetzt schon ein problematischer Trinker ist oder nicht.

00:14:38: Es ist völlig egales Gitarren das Leute motiviert sind ihr Trinkverhalten zu ändern.

00:14:43: und dieses Trink Verhalten diese Änderung geben sie dann in einem sogenanntes Konsum-Tagebuch ein wo dann drin steht Null, null, null.

00:14:51: aber am Samstag will die trotzdem eine zwei drei Bier trinken alles gut.

00:14:55: und auch dem Weg werden Sie begleitet indem sie verschiedene Module dann einfach anklicken durchlesen, ein paar Übungen machen und so Stück für Stück weiterkommen.

00:15:09: Du arbeitest ja sowohl im stationären Bereich als auch in einer

00:15:14: Praxis.

00:15:15: wenn du jetzt diese beiden Arbeit-Settings ein bisschen vergleichst was sind die Herausforderungen oder auch die schönen Seiten bei jeweils dem einen und dem anderen?

00:15:26: Also im stationaren Setting bin ich jedes mal positiv überrascht.

00:15:33: Von den Patienten-Patientinnen, die kommen, die motiviert sind etwas an ihrem Leben zu ändern.

00:15:39: Die sich wirklich zwölf Wochen aus ihrem Alter grausholen, die freiwillig kommen und sie sich da Ziele setzen und sagen ich möchte jetzt wirklich meine Depression mehr Angststörung, mehr Zwangsstörungen genauer hinschauen.

00:15:53: Ich will schauen woher kommt das?

00:15:54: Und wie kann ich besser damit umgehen?

00:15:57: Das ist eine Geschichte des Zweite im Stationären.

00:15:59: was es sehr schätze ist einfach diese Multi-Teamarbeit.

00:16:04: Wir haben von der sozialarbeiterischen Seite über die Pflege, über Ärzteteam, Psychologinnen und Psychologen ein breites Spektrum an Hilfskräften, die die Leute dabei begleiten ihre Ziele zu erreichen und das ist einfach ein wunderschönes Miteinander.

00:16:23: Es ist aber nicht für jeden notwendig und deswegen braucht es einen ambulanten Sektor.

00:16:27: Deswegen mag ich es genauso in der Orde

00:16:30: arbeiten.

00:16:31: Dort

00:16:31: ist man halt isolierter, aber dafür auch konzentrierter.

00:16:35: Und man kann sich ein Stück weit aussuchen die Zeiten in denen man die Praxis öffnet und man kann dann mit den Leuten sich dort wiederum die Ziele ausmachen, die sie verfolgen und schauen dass man sie da auf dem Weg begleitet.

00:16:54: Ja, du hast dich wissenschaftlich sehr viel beschäftigt mit verschiedensten Themen.

00:16:59: Warum wissen dir die wissenschaftliche Arbeit auch wichtig?

00:17:01: Also du könntest jetzt sagen okay ich bin in der Praxis dort und da.

00:17:04: Ich brauche dieses Feld sollen andere bestellen.

00:17:08: aber was reizt dich an der wissenschaftlichen Tätigkeit?

00:17:11: Mein erstes Studium ist das der Magistrarer Nat Naturwissenschaften.

00:17:16: Und ich glaube so im Innersten bin ich eine Naturwissenschaftlerin und habe es immer gern, wenn man das was man sich denkt fühlt oder glaubt zu sehen dann auch noch in statistische Zahlen gießen kann dass man da wirklich die Faktor vor Augen hat.

00:17:33: Das bestätigt mir einfach dann noch mehr meinem Tun!

00:17:37: Und so habe meine Dissertation darüber geschrieben über Testkäufe bei Trafikantinnen und Verzlipspartner der österreichischen Lotterien, wo wir geschaut haben ob die den Jugendschutz einhalten.

00:17:50: Und wie war das Ergebnis?

00:17:52: Das Ergebnis war vielfältig.

00:17:55: ich habe es vor allem in Relation zu den Spielerschutzschulungen gestellt, die sie im Vorfeld oder regelmäßig erhalten haben Ob es eine Auswirkung gibt, ob jemand noch einmal geschult wurde oder fünfmal.

00:18:09: Also das ist eindeutig rausgekommen.

00:18:11: Je öfter die Leute geschult werden, umso weniger verkaufen sie.

00:18:15: Was ich mir angeschaut habe, ist, ob die eigene Einstellung zum Jugendschutz die Verkaufssituation ändert und auch ob das Alter des Verkäufer der Verkäuferin was ändert.

00:18:27: Und da war interessant zu sehen dass junge Leute deutlich weniger verkauft Als die Fünfzig Plus Herren, muss ich jetzt auch sagen ganz klar, die Fünftig Plus-Mädlich und am Land waren am schwersten zu erreichen mit Spielerschutzmaßnahmen.

00:18:47: Das heißt sie waren am großzügigsten den Jugendlichen und Kindern gegenüber?

00:18:51: Genau!

00:18:51: Die haben da ganz wenig Ernest gehabt.

00:18:54: was in der Besoldung so ist.

00:18:56: Aber damals war es so, während die Jungen wirklich fragten nach dem Ausweis und dann noch nicht verkauft haben.

00:19:03: Also das war eine tolle Schicht eigentlich.

00:19:06: Woran hast du in den letzten Jahren noch geschrieben oder was hast du da noch erforscht?

00:19:11: Diese Selbsthilfe-Konsumreduktionsangebote, die Digitalen gemeinsam mit dem Institut für Sucht und Gesundheitsforschung der Universität Zürich.

00:19:21: Das war eine super spannende Geschichte weil wir uns im deutschsprachigen Raum also für Deutschland, Schweiz und Österreich angeschaut haben Wirken diese Angebote, so wie AlkCoach oder genug gespielt oder CanReduce.

00:19:37: Und dann gesehen haben je länger die Leute dabei bleiben und mehr Module sie machen umso besser ist der Output.

00:19:44: Umso besser können Sie sich dran halten.

00:19:47: Wie haben wir gesagt gespielt mit den Modulen?

00:19:49: Ist es notwendig zuerst vier Module durchzumachen und dann die anderen optional freizuschalten oder so wenn man gleich alle acht Module Also anbieten und da sind dann verschiedene Ergebnisse rausgekommen, aber alle egal wie wir es gemacht haben, haben gezeigt.

00:20:06: Wenn man so einen digitalen Begleiter hat dass das einfach hilfreich ist umsetzen von Konsum oder Verhaltensproduktion.

00:20:20: Aber was ich auch noch sagen will, ist schon wie ich mich mit Glücksbesucht beschäftigt habe Was mir wichtig, diese Arbeit zu überprüfen hat gemeinsam mit Marc Griffith von der Nottingham Trent University und Michael Auer uns angeschaut.

00:20:36: Wenn man zum Beispiel die Rückmeldung gibt mittels Pop-Ups sie spielen bereits eine Stunde wollen Sie weiterspielen?

00:20:43: Ja nein das hat sich signifikant unterschieben zu den Leuten die dieses Pop-Up nicht bekommen haben in dem Sinn dass die leutern wirklich aufgehört haben.

00:20:54: Aha, das heißt so als Begrenzungsmechanismus.

00:20:57: Genau!

00:20:57: Es ist auch schon eine Stunde vorbei gebaut und viele haben dann aufgehört.

00:21:04: Und so haben wir es gespielt mit Pop-Ups bei Online Spielen.

00:21:09: wenn man eben sagt wollen sie vielleicht ihre Geldeinsätze begrenzen oder Zeitbegrenzen und das mit verschiedenen Wörtings, wie wirkt es besser?

00:21:21: Wie erreicht man die Leute

00:21:23: besser?".

00:21:24: Ja.

00:21:24: Und in dem Sinne haben sich eigentlich alle digitalen Angebote dann weiterentwickelt im Sinne des Motivationalinterviewings.

00:21:34: Ist er gratis?

00:21:35: Er

00:21:35: ist gratis, Alkkoch.

00:21:37: Can't reduce und genug gespielt sind alle gratis.

00:21:41: Wir werden vom Institut für Suchtprävention der suchten Drogenkoordination Wien servisiert im Hintergrund sitzen da Kolleginnen und Kollegen die Technik verantworten und dann weiter leiten sollte für jemanden dieses Angebot zu wenig sein dass man dann weiter geleitet wird an Beratungsstellen oder an jeder gelassenen Psychologin, oder Therapeutin.

00:22:08: Es

00:22:08: ist auf jeden Fall ein tolles Angebot und wir werden natürlich in den Schonuts dann auch die Links zu diesen Angeboten hineinstellen.

00:22:15: also falls da jemand Interesse zeigt sich das einmal anzuschauen damit der Zugang dann auch gegeben ist.

00:22:22: Ich stelle diese Frage allen meinen Gesprächspartnerinnen und Partnern.

00:22:26: aber was würdest du Mädchen und jungen Frauen so aufgrund deiner beruflichen Expertise aber auch aufgrund einer Lebenserfahrungen mitgeben wollen.

00:22:36: Ja, da sind wir eigentlich wieder bei meinem Eingangsstatement die Augen offen halten, offen bleiben für das was kommt und oft ist es wirklich so... dass es nicht auf das erste funktioniert, aber auch im zweiten oder dritten Schritt funktioniert.

00:22:54: Dass man dorthin kommt wo man hin will und oft sind gerade die Unwege, die so spannend und interessant sind.

00:23:02: Das heißt ich auch nicht gleich entmutigen lassen wenn's beim ersten Mal nicht funktioniert, wenn ich was wirklich möchte dran zu bleiben?

00:23:09: Ja genau!

00:23:10: Gut

00:23:11: liebe Doris vielen vielen Dank für die spannenden Ausführungen.

00:23:15: Ich freue mich, dass du da warst und danke fürs Kommen.

00:23:25: Vielen Dank an alle Zuhörerinnen und Zuhörer für eure Aufmerksamkeit.

00:23:30: Falls ihr mehr wissen wollt über das Projekt Frau Ida von der Waldviertler Frauenwirtschaft, wir bieten Raum für produktives Arbeiten aber auch Raum für Community- und Weiterbildung!

00:23:42: Besucht gerne unsere Website www.frau-ida.at.

00:23:48: Ciao und alles Gute bis zur nächsten Folge.

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