FRAU iDA stellt vor #28 Brigitte Wenzina
Shownotes
Zu Gast in unserer heutigen Folge ist die Autorin Brigitte Wenzina. Sie lebt mit ihrer Familie in Gars am Kamp und war vor ihrer Pensionierung Pädagogin an der BHAK in Horn. Brigitte ist seit Jahren auch erfolgreiche Autorin und leitet Schreibworkshops in Österreich und Deutschland. Ihr 1. Buch behandelte das Thema Demenz, nach dem Jugendroman „Anton macht Schule“ widmete sich Brigitte vor allem dem Genre des Kriminalromans. So stellt sie beispielsweise in ihrer Garser Trilogie oder in den Kamptal-Krimis immer wieder ihre Region in den Mittelpunkt des Geschehens. Neben den Workshops, die sie fallweise mit Yoga kombiniert, bietet Brigitte Wenzina auch Schreibcoaching für Einzelpersonen an. Ihr Motto lautet: „Gedanken sind zu schade, um sie nur zu denken!“
Website von Brigitte Wenzina LinkedIn-Profil von Brigitte Wenzina Brigitte Wenzina auf Facebook Website der Waldviertler Frauenwirtschaft - FRAU iDA FRAU iDA stellt vor - Der Podcast der Waldviertler Frauenwirtschaft
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00:00:00: Frau Ida stellt vor, der Podcast der Waldviertler Frauenwirtschaft.
00:00:13: Ich habe Learnings für mich selbst, dass ich mir denke man muss seine Träume nicht nur träumen sondern auch versuchen sie zu verwirklichen.
00:00:24: Ich hab noch vor drei Jahren sehr geträumt beim Talia einmal eine Lesung zu machen und ein Jahr später hatte ich dort eine Signiestunde und man musste dafür auch aktiv werden.
00:00:33: Mein Name ist Martina Keins.
00:00:35: Ich stelle euch in unserem Podcast von Frau Ida interessante Frauen und spannende Persönlichkeiten vor.
00:00:42: Zu Gast in unserer heutigen Folge ist Brigitte Wenziner, sie lebt mit ihrer Familie im Garis am Kamp und war vor ihrer Pensionierung Pädagogin an der Handelsakademie in Horn.
00:00:54: Brigitte ist seit Jahren auch erfolgreiche Autorin und leitet Schreibworkshops in Österreich und Deutschland.
00:01:01: Ihr erstes Buch behandelte das Thema Demenz.
00:01:04: Nach dem Jugendroman Anton Machtschule widmete sich Brigitte vor allem dem Genre des Kriminalromans, so stellte sie beispielsweise in ihrer Garzer Trilogie oder in den Kampfteilkrimis immer wieder ihre Region im Mittelpunkt des Geschehens.
00:01:22: Neben den Workshops die sie fallweise mit Yoga kombiniert bietet Brigitte Wenziner auch Schreibcoaching für Einzelpersonen an.
00:01:30: Ihr Motto lautet,
00:01:32: Gedanken
00:01:32: sind zu schade um sie nur zu denken.
00:01:37: Liebe Brigitte ich freue mich sehr dass du heute da bist und dir Zeit genommen hast und wir sind natürlich sehr gespannt was du alles erzählen wirst!
00:01:45: Ich danke ganz herzlichst für die Einladung bin wirklich gerne gekommen.
00:01:49: Ja, wir haben uns ja... Ich gehe jetzt einmal darauf zurück wie wir uns kennengelernt haben.
00:01:53: Und zwar haben wir uns kennen gelernt im Rahmen eines Seminars.
00:01:57: das ist glaube ich schon viele, viele Jahre her.
00:02:00: Drei Jahrzehnte etwa?
00:02:02: Ja genau und zwar bei einem Seminar dass wir beide als Lehrkräfte einer Handelsakademie gemacht haben nämlich für das Fach Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz und das sind sehr spannendes Fach war.
00:02:14: und mich würde es interessieren was hatte ich überhaupt bewogen Lehrer zu werden?
00:02:19: Ja, das ist eine sehr gute Frage.
00:02:21: Ich habe das relativ früh entschieden hat mir zumindest meine Mutter erzählt.
00:02:25: ich bin in die Volksschule gekommen mit sechs und ein halb Jahren und nach vierzehn Tagen bin ich noch ausgekommen und gesagt Mama ich werde Lehrerin!
00:02:36: Und an diesem Wunsch hat sich eigentlich nichts geändert.
00:02:40: es ist nur so dass ich ursprünglich eigentlich Volksschullehrerin Und ich war bei den Englischen Frauen in Grems und da hat meine Latein-Lehrerin zu mir gesagt, Brigitte warum willst du nicht studieren?
00:02:52: So bin ich eigentlich auf die Uni gekommen weil sonst wäre ich Volksschullehrerin.
00:02:57: Ich habe eben in der Handelsakademie nur die ganz großen Schülerinnen und Schüler betreut und die letzten sieben Jahre war ich auch mit diesem Projekt als Teamteacher.
00:03:09: in den neuen Mittelschulen.
00:03:13: würde ich nochmal den Lehrberuf ergreifen, würde ich Mittelschuldärerin werden.
00:03:17: Wirklich?
00:03:18: Obwohl man da oft hört dass das ja die schwierigste Klientel ist so zehn bis vierzehn in der Hochblüte der Pubertät.
00:03:25: aber es hat dich interessiert oder hast du Spanien gefunden?
00:03:28: Das
00:03:28: habe ich sehr spannend gefunden!
00:03:30: Ich hatte vier verschiedene Mittelsschulen daher vier verschiedene Konferenztimmer für verschiedene Kollegen und was mich dazu bewegen würde Mittelschullehrerin zu werden, ist einfach die Sinn noch viel näher am Lehrer.
00:03:45: Die Oberstufenschüler können verschiedene Dinge, die zu Hause zum Beispiel nicht passen oder in der eigenen Persönlichkeit nicht passend viel besser kaschieren.
00:03:54: Die Kleinen sind noch viel direkter und Vertrauensvoller dem Lehrer gegenüber.
00:04:02: Das ist vielleicht auch eine sensiblere Phase, wo es noch wichtiger ist wie man mit ihnen umgeht?
00:04:07: Ja
00:04:08: das glaube ich auch.
00:04:09: Weil du zuerst die Volksschule erwähnt hast, wo bist denn die VolksSchule gegangen?
00:04:14: D.h.,
00:04:14: woher kommst du überhaupt?
00:04:15: Ich komme aus Gas am Kampf.
00:04:17: dort lebe ich seit sechsundsechzig Jahren, da bin ich aufgewachsen und zur Volksschule gegangen.
00:04:22: Da meine ich ins Gymnasium nach Horn.
00:04:24: dann war ich ein englisches Freuland in Krems In der Kloster Schule habe dann Englisch- und Geschichte studiert Und hab ihn Gas geheiratet Hab meinen Mann aus dem Windviertel quasi missionierend ins Waldvierteln.
00:04:38: Dort ist unsere Tochter zur Welt gekommen.
00:04:40: wie sie ausschaut werde ich dort doch sterben.
00:04:43: Ja schön, wenn es dir da gefällt und ich glaube das spielt ja auch in deinen Büchern von denen wir später noch viel reden werden.
00:04:50: Auch eine gewisse Rolle dieser Bezug zur Heimat?
00:04:53: Ich bin schon sehr ortsverbunden sage ich mal.
00:04:55: Das ist mein soziales Netz und mein Nest.
00:04:59: Sehr schön!
00:05:00: Ich habe mir das ein bisschen angeschaut.
00:05:01: Deine Ausbildungen und Aktivitäten sind unglaublich vielfältig.
00:05:05: Ich frage mich wie viele Stunden dein Tag oder vielleicht auch deine Nächte haben.
00:05:10: Und ich weiß auch, dass du viele Bücher geschrieben hast.
00:05:14: Schreib Seminare anbietest.
00:05:16: Wann hast du überhaupt begonnen, Bücher zu schreiben und wie konntest du das Nebenfamilie- und Lehrberuf überhaupt bewerkstelligen?
00:05:23: Ja, dass Familie, Lehrberufe und Bücher schreiben – sag mal so!
00:05:29: Ich habe den richtigen Mann geheiratet.
00:05:31: Der trägt das eigentlich mit und hat sehr viel Verständnis für alle meine Aktivitäten die von Kursingen über die Autos spielen eben Literatur gehen.
00:05:42: Ich habe ja in Gaza auch so einen Literaturglub, Linga Literaturen Gas und neben den Bücherschreiben, neben den Lesungen, neben dem Schreibcoaching, neben der Schreibworkshops gibt es ja noch was.
00:05:52: Spannend?
00:05:53: Was passiert da in diesem Klub?
00:05:54: Das ist wirklich eine spannende Geschichte!
00:05:56: Es ist ein Treffen bei dem man eigentlich hinkommt, um einen Text in einem geschützten Rahmen vorzulesen.
00:06:05: Da darf man seinen eigenen Text vorlesen... Also es müssen eigene Texte sein!
00:06:09: Die darf man dort präsentieren wenn man will und die werden nicht bewertet.
00:06:15: Man sagt dann immer nur Dankeschön für den Text.
00:06:18: Wenn der Autor oder die Autorin will, dass er Feedback will Sagt sie das und dann wird das bewertet.
00:06:26: Das ist ja sehr fein, oder?
00:06:27: Ja!
00:06:27: Und es ergeben sich daraus wirklich sehr tolle Begegnungen, sehr viele wunderbare Texte.
00:06:34: Wir haben immer ein Thema – das letzte Thema zum Beispiel war stürmische Zeiten – und es gibt immer einen oder eine die sich meldet als Hauptleserin Die kriegt zwanzig Minuten und alle anderen Anwesenden kriegen jeweils fünf Minuten.
00:06:48: Das hast du geboren, dieses Format?
00:06:50: Ja.
00:06:50: Dieses Format in Gas und wird gut angenommen und ist inzwischen ein wirklich lieber Kreis der auch immer offen ist für Zuhörer.
00:06:58: das heißt man kann auch hinkommen sich das nur mal anhören muss nicht immer was preisgeben selbst.
00:07:04: Weil sicher glaube ich da eine gewisse Hemmschwelle auch besteht seinen eigenen Text jemandem vorzulesen.
00:07:11: ja und es ist immer wieder bewunderns wird und es verwundert mich immer wieder, was denn in den Leuten schlummert.
00:07:18: Und das braucht nur diesen ersten kleinen Schritt des Mutes, dass man einmal ein bisschen hinausgeht aus seinen Vierwänden – und das bietet, diesen geschützten Rahmen bietet dieses Linger.
00:07:30: Das steht für Literatur in Gas!
00:07:33: Aber wie wir aus dem Bücher schreiben?
00:07:34: Ja, das Bücherschreiben hat erst im Jahr meinem ersten autobiografischen Werk, das eben heißt dann bringe ich mich halt um.
00:07:47: Hat ein bisschen einen schrägen Titel weil es eigentlich nicht um Suizid geht sondern eben um die Demenzherkrankung meiner Mutter.
00:07:54: Gedichte und Kurzgeschichten schreibe ich eigentlich seit ich Teenager bin Und zwar eigenartigerweise immer.
00:08:02: dann habe ich geschrieben wenn's mir schlecht ging.
00:08:04: Das war so.
00:08:06: meine Zettel die ich beschrieben haben sind oft sehr gewählt gewesen von Tränen, die da hinunter gepurzelt sind.
00:08:14: Aber es war ein befreiendes Gefühl und dieses Befreien oder dieses Loslassen möchte ich auch gerne anderen
00:08:21: mitgeben.".
00:08:21: Ja das heißt so einen therapeutischen Effekt ist schreiben?
00:08:26: Das erste Buch?
00:08:27: ganz bestimmt.
00:08:28: Ich habe es geschrieben nachdem meine Mutter verstorben war und ich hatte nicht unbedingt ein sehr harmonisches Verhältnis zu meiner Mutter.
00:08:39: Ja, das ist jetzt natürlich sehr persönlich.
00:08:41: Der Grund war, als sie gestorben war – sie war Alkoholikerin und hat mich auch geschlagen – habe ich irgendwartigerweise Albträume gehabt in denen ich der Aggressor war.
00:08:54: Also ich hab sie in meinen Träumen gewürgt und geschlagen Und bin in der Nacht oft wach geworden und mein Mann hat gesagt, wenn das so weitergeht musst du die von außen Hilfe holen.
00:09:03: Und hab dann wirklich auch versucht einen Psychotherapeut zu finden.
00:09:08: Und noch bevor ich zudem in die erste Stunde gegangen bin habe ich einen Freund getroffen, der zu mir gesagt hat, herrst Du schreibst doch immer auf, wenn es dir schlecht geht!
00:09:18: Das ist immer für dich eine... Möglichkeit das loszuwerden, schreibe mal alles auf.
00:09:25: Ich habe mich hingesetzt.
00:09:26: dieses Buch war in zehn Tagen fertig.
00:09:29: und da spannende daran ich wollte es ja ursprünglich gar nicht publizieren.
00:09:35: dass ist hat sich dann im Folge erst ergeben.
00:09:38: aber nachdem das man aus Kript fertig war drei Wochen später waren die Träume weg.
00:09:44: Das ist interessant!
00:09:45: Und das war für mich das Moment wo ich mir gedacht hab Schreiben heilt.
00:09:53: Ja, ist glaube ich eine ganz wichtige Botschaft auch an unsere Hörerinnen und Hörern dass das schreiben da wirklich einiges leistet?
00:10:01: Es gibt ja unterschiedliche, sage ich einmal Intentionen des Schreibens nicht.
00:10:06: manche Leute schreiben ja weil sie etwas unbedingt aufbewahren wollen was sie in Erinnerung behalten wollen sei es für die nächste Generation oder für sich selbst.
00:10:15: Und die anderen schreiben ja Weil Sie unbedingt was aus dem Kopf los werden wollen.
00:10:20: Beides hat seine Berichtigung.
00:10:24: eine wunderbare Erfahrung.
00:10:26: Das ist sehr spannend, was du da erzählst!
00:10:28: Dann kam ich ja glaube ich soweit ich richtig informiert bin die Kriminalromane und die waren doch sehr humorvoll auch und sehr amüsant zu lesen... Ja
00:10:38: also nach diesem Demenzbuch sag' ich jetzt einmal von dem es jetzt heuer ne Neuauflage geben wird kam noch ein autobiografisches das heißt Anton Machtschule eben und geht um das vierte Mittelschuljahr eines Burschen, der eine schwere familiäre Situation zu bewältigen hat.
00:11:01: Und dann kam diese Gazatriologie.
00:11:04: Das ist auch ... hat einen lustigen Grund.
00:11:08: Ich gehe relativ viel woken haben wir gedacht, in Gas gibt es so viele leerstehende wunderbare schöne Jugendstilhäuser.
00:11:16: Die haben alle eine Geschichte und kein Mensch weiß um die Geschichte dahinter!
00:11:21: Und in diesen Kriminalromanien ist das jetzt so... Der erste hat keisen das Terrassencafé.
00:11:28: Das ist das Café Blauen Steiner und dort hat da hundert Wasser gemalt.
00:11:34: In meiner Geschichte geht's halt ein bisschen um das Leben des Hundert Wassers, der im Gass war.
00:11:41: Und ich versuch diesen historischen Hintergrund ein bisschen in die Gegenwart zu bringen und habe dann im geschrieben, jetzt findet man in diesem Terrassencafé plötzlich Aktzeichnungen, die dem Hundertwasser zugeschrieben werden.
00:11:57: Da rundherum entwickelt sich da einen Kriminalfall.
00:12:00: Also ich versuche immer ein bisschen die Geschichte mit in die Genau,
00:12:05: also auch den historischen Aspekt ein bisschen hineinzubringen.
00:12:10: Und viele meiner Leserinnen und Lesern besonders der Gazatriologie sagen auch das habe ich gar nicht gewusst, dass in dem Haus das und das und was passiert ist.
00:12:20: Es lebt natürlich auch davon, ich versuche ein bisschen auch, sage ich mal, Gasa-Originale darin zu karikieren.
00:12:31: Genau, wo dann die Einheimischen vielleicht ahnen können und wenn es da geht.
00:12:35: Ja
00:12:36: weil zum Beispiel unser Bürgermeister heißt jetzt Falk in meinem Buch heißt der Geier nicht?
00:12:40: Und ich schick dann Leute auf Recherche.
00:12:43: eine lustige Geschichte.
00:12:45: ein Freund von mir, der auch ein Freund des Bürgemeisters ist den habe ich geschickt sage kannst du mal feststellen welches Auto er gerne hätte oder welche Filme der Bürgermester gerne gerne schaut, ohne dass ich jetzt da in Aktion trete.
00:13:01: Das war alles kein Problem.
00:13:02: und dann kommt dieser Freund und sagt bis jetzt was kein Problem.
00:13:06: aber heute habe ich gestehen müssen hat er gesagt weil als du wissen wolltest was er für Rassierwasser hat und welche Marke seine Badehose hat und sagt ja jetzt ist es vorbei mit
00:13:18: der Anonymität!
00:13:19: Mit der Anonymität?
00:13:20: Jetzt musste ich die Karten auf den Tisch legen und das Witzige In all meinen Büchern, die negativen Charaktere entspringen wirklich rein meiner Fantasie.
00:13:30: Aber die Fantasiet der Gaser-Bürgerinnen und Bürger ist so dass sie hinter jedem meiner Figuren jemanden suchen der dazu passt.
00:13:41: Obwohl
00:13:41: es gar nicht so geplant war?
00:13:42: Obwohl's
00:13:42: nicht so ist!
00:13:45: Und das wird manchmal ein bisschen... Heckel sag ich.
00:13:50: Aber du hast ja mittlerweile noch andere Bücher geschrieben, wie viel sind sie insgesamt?
00:13:54: Insgesamt
00:13:55: sind es inzwischen jetzt neun Bücher und ein Theaterstück das der Deutsche Theaterverlag vertreibt und das Zehnte ist in Arbeit.
00:14:05: Ist das auch wieder ein Krimi?
00:14:08: Zuerst gab es diese zwei autobiografischen Bücher, dann gab es drei Bände der Gazertrilogie und das jetzt ist die dritte Band der Kampthalt-Rilogie.
00:14:17: Das geht ein bisschen weiter.
00:14:19: Den ersten Band habe ich vor zwei Jahren rausgebracht und da mache ich immer einen riesen Event.
00:14:23: Das war mit Tarek Leitner bei uns und drei Hundert Gästen war sehr schön.
00:14:27: Voriges Jahr, das hieß Mörderische Spiel.
00:14:31: Voriges Jahr hat es dann Mörderisches Signal gegeben, da geht's um die Kamptalbahn.
00:14:36: Das ist im Hammansdorf beim Buchinger mit einem Event-Dinner und Krimi über die Bühne gegangen mit zweihundertsiebzig Leuten.
00:14:45: Heuer oder nächstes Jahr wird das letzte dieser Trilogie geben.
00:14:51: Die mörderische Stimme geht es um die Festspielstätten Rosenburg Gas und Langeleis.
00:14:56: Das ist sehr spannend, da freue ich mich schon drauf.
00:14:59: Wie machst du das mit dem Verlag?
00:15:00: Hast Du Eigenverlag oder wie?
00:15:02: Ja!
00:15:02: Ich bin bei der Buchschmiede... ...mit der ich eigentlich sehr zufrieden bin.
00:15:07: Was ist das die Buchschmede?
00:15:09: Die Buchschmidde
00:15:09: ist ein Self-Publishing Verlag.
00:15:11: in Groß Ebersdorf sind die Zuhause und in Wien Und die Konditionen sind sehr gut.
00:15:18: und vor allem was mir gefällt ist Man kann jederzeit seine eigene Exemplare nachbestellen und die kommen innerhalb von vierzehn Tagen.
00:15:28: Und du musst nicht ein bestimmtes Kontingent
00:15:30: nehmen.".
00:15:30: Genau, das ist bei manchen also ein bisschen ein Kniebelvertrag dann, dass man so hundert oder zweihundert Exemplaren nehmen muss... ...und
00:15:37: gar nicht weiß, ob
00:15:38: er die jemals anbringt?
00:15:39: Ja ja!
00:15:40: Und wie organisierst Du diese Riesenfeten nur so?
00:15:43: Wie bringst den Tari Gleitner zu einem
00:15:45: Event?".
00:15:46: Das war relativ… Unkompliziert, sage ich.
00:15:50: Ich wollte nämlich mein zehnjähriges Schreibjubiläum feiern und das wollte ich nicht nur mit einer Buchpräsentation machen und haben ja eben vierundfünf Leute eingeladen die mich auf diesem Weg begleitet haben.
00:16:03: und dann habe ich einen Moderator gesucht und dann hätte ich zunächst bei der Christa Kummer angeklopft, die hatte keine Zeit.
00:16:10: Und dann hat meine Tochter gefragt den Tarek Leitner und ich habe gesagt, na bist du gescheite kann ich den Tari Kleitner fragen.
00:16:17: Der hatte ja ein bisschen Bezug zu Gas am Kampf weil er einen Buch herausgegeben hat das heißt... Hilde und Kretl, glaube ich.
00:16:25: Und hatte auch kurzzeitig ein Gas in Haus gekauft.
00:16:28: Darum ist er gerne nach Gas gekommen?
00:16:30: Das ist fein!
00:16:31: Wenn man einen persönlichen Bezug hat, geht es ein bisschen leichter.
00:16:35: Aber es hört sich trotzdem alles nach.
00:16:36: sehr viel Organisationen und Vorbereitung... Ja
00:16:40: aber das mag ich ja gerne!
00:16:42: Da hat man wirklich auch den Eindruck.
00:16:45: Du hast jetzt seit du nicht mehr als Pädagogin aktiv bist die Schreibmanufaktur gegründet, unser Leben gerufen.
00:16:54: Erklär bitte unseren Zuhörerinnen was ist das?
00:16:57: Die Schreibmanufaktur ist dazu da eigentlich für insgesamt zwei Schienen, zweieinhalb Schienen.
00:17:04: Das eine sind Schreibworkshops zu den unterschiedlichsten Themen.
00:17:08: Das beginnt mit einem Modul, das heißt jeder kann schreiben.
00:17:12: Mittelt der tiefe Poesie mein Leben ist ein Gedicht, das Kaleidoskop meines Lebens die Kraft meiner Worte und so weiter, da gibt es insgesamt jetzt acht Zoom-Module.
00:17:23: dazu biete ich auch Schreibwochenenden an.
00:17:26: zwei Tage bei mir zu Hause sind vier Module bewegendes und sehr berührendes Event, weil man natürlich auch beim Schreiben sich ein bisschen aufmacht.
00:17:36: Und auch diese Auszeit nutzt, um ein bisschen in sich hineinzuschauen.
00:17:41: Wir Frauen sind ja leider immer noch so einem traditionellen Rollenbild verhaftet.
00:17:48: Zuerst muss allen anderen gut gehen und dann schauen wir auf uns.
00:17:53: Das ist die Zeit für einen selbst Und da brechen manchmal viele Dinge auf.
00:17:59: Es gibt wirklich wunderschöne Begegnungen und bereichernde Gespräche
00:18:05: dazu.
00:18:06: Kann ich mir vorstellen, wenn es dann über ein ganzes Wochenende geht?
00:18:08: Ja
00:18:08: genau!
00:18:09: Da ist man doch sehr viel Zeit bei Samen.
00:18:13: Das ist die eine Schiene und der zweite ist das Schreibcoaching.
00:18:18: Ich coache auch Leute, die sagen wir mal so eine Buchidee haben Vielleicht, manche auch schon angefangen haben irgendwann einmal Teile zu schreiben und ich begleite sie bis zur Publikation.
00:18:31: Das sind meistens so vier- bis acht Monate zwischen fünfzigundachtzig Stunden die wir da gemeinsam verbringen Und das ist auch sehr unterschiedlich von den Themen her.
00:18:44: Ich habe erst im Oktober einen CEO einer IT Firma begleitet.
00:18:49: Sein Buch ging über Positionierung von Softwarefirmen und momentan begleite ich eine Dame, die übers Pilgern schreibt.
00:18:56: Also das Spektrum ist sehr weit.
00:18:59: Ja ja, sehr spannend!
00:19:01: Das hört man auch von Korrekturleserinnen, dass die oft sehr breites Feld haben.
00:19:06: aber natürlich beim Schreibcoaching wird es das Gleiche sein?
00:19:09: Und was lassen sich die Leute da coachen?
00:19:11: also worin liegt ihr Bedarf?
00:19:14: Ihr Bedarf liegt nicht nur in der autografischen Korrektor sondern Manche verrennen sich auf ihrem Weg zum Ziel und schmücken unheimlich viel aus.
00:19:26: Man hat das Gefühl, man verliert den roten Faden und die anderen sind wieder sowas von direkt hin zum Ziel Und es bleibt nichts übrig für ein bisschen Beschreibung, die dem Leser ein bisschen Atmosphäre bieten würde.
00:19:43: Da ist die Balance zu finden.
00:19:45: Ja, sehr spannend und ausdrucksmäßig denke ich auch.
00:19:47: Ausdruksmäßig
00:19:48: auch also ja.
00:19:50: aber es ist so dass man auch als Coaching aufpassen muss das man den Schreibstil des Autors oder der Autorin nicht zu sehr
00:20:02: um
00:20:03: Modelt, ja.
00:20:05: Ja das glaube ich genau.
00:20:06: aber das heißt da geht es dann eher darum dass du vielleicht die Struktur des Buches besprichst oder was sie an welcher Stelle?
00:20:15: Was sind die Meilensteine und was an welchen Stellen noch fehlen würde für mich als Leser als Objektiver langwierig zu langfristig zu detailliert ist.
00:20:26: Wie könnte das nächste Kapitel ausschauen?
00:20:28: Es kommt ganz darauf an, welche Voraussetzungen der Schreiberling selbst schon mitbringt.
00:20:33: Ich hatte einmal eine Coaching-Aufgabe.
00:20:35: da hat der zukünftige Autor bereits hundertfünfzig Fragen gelistet gehabt und gesagt, die möchte ich alle in meinem Buch beantworten.
00:20:43: Also ist ein ganz anderer Zugang und irgendjemand anders.
00:20:46: zum Beispiel jetzt beim Bildern ist es so da hat man ein paar Tagebucheintragungen, die man dann in eine Form bringt das daraus eine Erzählung wird.
00:20:54: Wie siehst du KI?
00:20:55: In diesem ganzen Feld des Buchschreibens und Produzieren von Büchern?
00:21:00: Ich glaube dass es ein Tool ist, das wir durchaus verwenden sollten auch beim Buch schreiben Aber wir sollten es uns nicht schreiben lassen.
00:21:12: Und auch da muss man eben diese Waage finden, was ist noch meins und was ist nicht mehr meins?
00:21:19: Aber es ist schon wirklich hilfreich!
00:21:21: Man sitzt ja selbst oft, das sei es bei einem, weiß ich nicht, bei einer Message, die man irgendwo hineintiebt – dir fehlt das eine Wort.
00:21:29: Das
00:21:29: ist wunderbar oder der Satz gefällt dir nicht, das ist wunderba... Ich glaube nicht, dass ein ehrlicher Autor sich ein ganzes Buch von der Karrierschreibung lassen will.
00:21:40: Beziehungsweise das dann anklangfindet, weil irgendwo glaub ich spürt man schon, dass es einfach produziert wurde von einer Maschine?
00:21:49: Also ich glaube mal spürts da ein bisschen beim Lesen.
00:21:51: Ja!
00:21:52: Ein Buch muss leben von der Persönlichkeit des Autors.
00:21:54: Das ist egal ob das jetzt den Grimmel ist oder ob eine Ballade ist oder ob das also völlig wurscht.
00:22:01: Und Schmäh ist ja für die Karriere ein bisschen problematisch, glaube
00:22:04: ich?
00:22:04: Schmähe ist glaube ich problematischer.
00:22:06: allerdings habe ich es noch nicht probiert.
00:22:08: aber gute Idee!
00:22:10: Mach einen Schmää aus meinem Satz.
00:22:13: Ich hab gelesen du machst auch Seminar in Deutschland
00:22:16: Ja am Kimgau.
00:22:18: Das ist ein Yoga Retrie-Center und das ist so eine Kombination aus Yoga und Schreiben.
00:22:24: Das ist eine schöne Kombination weil du irgendwie deinen Körper vorderst und deinen Geist ein bisschen vorderste, gleichzeitig auch den Körper entspannst.
00:22:36: Und das trifft sich ganz gut!
00:22:39: Das ist immer so gedacht, dass du eine Yoga-Einheit hast und dann hast du zwei Stunden schreiben zu einem bestimmten Thema – die meditative Boesie gehört dazu zum Beispiel – und nachmittag kannst du das wieder.
00:22:52: Du wechselst immer zwischen Körper und Geist.
00:22:55: Und es ist interessant, dass die Leute sagen beim Yoga selbst fällt mir dann oft was sein, was ich für Schreiben brauche.
00:23:02: Beim Schreiben kommt auf etwas wo ich sage okay das setze sich jetzt im Körper um.
00:23:07: also das ist eine wirklich schöne Symbiose die sich da ergeben hat ja.
00:23:13: Und wie
00:23:13: bist du da auf die Location gekommen?
00:23:15: Das ist gegangen über Indigo Reisen die verschiedene Retreat Centers haben in Mallorca, auf Bali.
00:23:25: In Deutschland am Kleberauhof im Müllviertel und eben an diesen zwei Stellen im Kimgau und am Kleiberauhof bin ich auch mit dabei als
00:23:34: Programmleiterin.".
00:23:36: Was sind die Learnings?
00:23:37: Was hast du eigentlich von den Menschen gelernt, die du gecoached hast oder die du begleitet hast beim Schreiben, wennst du so zwei drei Dinge plakativ uns nennen
00:23:45: könntest?".
00:23:47: Learnings für mich selbst, dass ich mal denke man muss seine Träume nicht nur träumen sondern auch versuchen sie zu verwirklichen.
00:23:57: Ich habe noch vor drei Jahren sehr geträumt beim Talia einmal eine Lesung zu machen und ein Jahr später hatte ich dort eine Signiestunde.
00:24:04: also man muss und man muss dafür auch aktiv werden.
00:24:07: Also es ist nicht mehr so das man zu Hause sitzen kann und sagen irgendwer wird mein Talent schon entdecken sondern man muss wirklich hinausgehen.
00:24:16: Da stärkt das Selbstvertrauen, man lernt viele Leute kennen, viele Begegnungen die einem bereichern aus denen man viel lernen kann und es ergeben sich auch sehr viele sehr viele Kooperationen.
00:24:33: Ich hatte erst in der Vorwoche einen Nachmittag, einen Samstag-Nachmittag.
00:24:37: Handlettering und Schreiben nicht?
00:24:39: Also diese Synergien muss man nutzen.
00:24:44: Da, glaube ich, sind wir Frauen schon noch ziemlich schlecht.
00:24:47: So im Vernetzen?
00:24:48: Das ist ja auch unsere große Arbeit und wir versuchen uns mit anderen Frauen-Netzwerken zu vernetzen damit da wirklich viel Synergie entstehen kann.
00:24:58: Und das ist ein mühevoller Prozess!
00:25:00: Wir tun uns oft schwerer auf den Präsentierteller zu begeben.
00:25:08: Das
00:25:08: ist das eine und das zweite ist auch, glaube auf den Präsentierteller uns begeben und dass wir, das uns wirklich manchmal oder vielen Frauen dieses Selbstwertgefühl fehlt.
00:25:23: Naja ich bin nicht gut genug und solche Sachen ja!
00:25:26: Und andere wieder in jeder anderen Frau es klingt jetzt sehr plakativ eine Konkurrenz sehen und genau das ist es aber nicht.
00:25:37: Wir lernen doch alle voneinander nicht?
00:25:39: Aber ich glaube da auch die Zeit wirklich diesen Wandel hoffentlich langsam oder hoffentlich schneller vorantreiben.
00:25:47: Ja, genau das wäre auch unser Ziel.
00:25:50: Wir haben jetzt von deinen zahlreichen beruflichen Aktivitäten gesprochen, schreiben was auch immer du organisierst sehr viel, du gehst woken und hast deine Gruppe in Gars gibt es dann noch ein Stück Privatleben für die Brigitte?
00:26:03: Also was immer man unter Privat leben vielleicht versteht
00:26:07: ja dass ist eine liebe Frage aber Genau genommen ist das mein Privatleben.
00:26:15: Schreiben ist mein Privatleben, ich finde dieses nicht mehr in ein System hinein gepresst werden sein müssen oder was auch immer ist ja ein wunderbar erfüllender Zustand und dieser Lebensabschnitt den ich mir jetzt selbst gestalten kann, noch dazu muss ich sagen eben dass meine Familie mich sehr unterstützt.
00:26:37: Dass ich keine Enkelkinder habe wo ich eingeteilt werde zum Aufpassen das ich auch keine ältere Generation mehr hab die ich versorgen muss pflegen oder sonst irgendetwas.
00:26:46: Das heißt Ich bin ja wirklich nur für mich und meinen Mann und meine Doktor sag' ich mal da Und ich kann mir auch nicht vorstellen jetzt in Pension zu gehen und plötzlich da zu sitzen.
00:26:59: Das heißt, irgendeine sinnerfüllende Aufgabe und Schreiben war immer meins.
00:27:05: Und das habe ich jetzt verwirklicht und ich muss ehrlich zugeben... Ich hatte erst Geburtstag und hab darüber nachgedacht noch gedacht Es ist eigentlich eine meiner erfüllendsten Lebensabschnitte, die ich erleben darf jetzt.
00:27:20: Toll!
00:27:22: Das hört man gerne, dass auch dieser Phase, die oft vielleicht ein bisschen abschätzig von Manchen betrachtet wird wenn es so Frauen über fünfzig oder über sechzig oder so...
00:27:32: Ich habe meinen Udo Jürgens Geburtstag gefeiert vor ein paar Tagen.
00:27:36: mit sechsundsechzig Jahren fängt das Leben an und da sind wir natürlich alle möglichen Leute geschrieben.
00:27:42: Und ich habe geschrieben, ja schau mal was der Udo kann nicht.
00:27:45: Genau genau und ich glaube da gibt es auch jetzt Trends wo man das wirklich wieder in den Fokus rückt.
00:27:51: Ich denke ich hab vor ein paar Wochen gesprochen mit dem Lieben Karina Feldzmann die selber eine Podcastreihe hat die sich nennt Heldinnenreise-Fünfzig Plus und da sind tolle Beispiele, da sind Frauen die mit fünf bis siebzig oder achtzig nur Unternehmen gegründet haben und solche Dinge.
00:28:08: also da ist schon noch etwas möglich.
00:28:11: Wir haben schon noch Potenzial, wir müssen es nur rauskitzeln.
00:28:16: Ein ganz spezielles Thema, wir haben zuerst schon gesprochen davon war dieses Buch über deine Mutter wo du einfach die Krankheit der Demenz in den Fokus gerückt hast.
00:28:28: ich habe auch gesehen oder gelesen dass du die Ausbildung zur Trauerbegleiterin gemacht hast.
00:28:34: Was hatte ich bewogen, dich mit diesen Phasen oder mit diesen Aspekten des Lebens doch so auseinanderzusetzen?
00:28:42: Dass es dir eine Ausbildung wert war.
00:28:45: Dass sich diese Ausbildung zum Lebensterbe und Trauerbegleiter zur Begleiterin gemacht habe – das hat eigentlich seinen Ursprung in einem Gespräch mit meinem Mann Renhard, der immer wenn bei uns wer stirbt den Gas ist ja ein Dorf gehe ich dorthin.
00:29:04: Und manchmal sind die Leute, die Hinterbliebenen sage ich mal sehr dankbar dafür dass man sie besucht weil sie wenigstens reden haben und ihre Trauer Ausdruck geben können.
00:29:17: und manchmal ist es auch so das Leute sagen ich will jetzt keinen Besuch haben dann gehe ich wieder
00:29:23: nicht.".
00:29:23: Und er hat gesagt du kannst das?
00:29:26: Ich könnte das nie im Leben da hingehen und einfach da bin!
00:29:31: Und ich wollte das ein bisschen auf fachfraulichere Füße stellen und wollte ein bisschen dahinter schauen.
00:29:38: Darum habe ich diese Ausbildung auch gemacht und fokussiere nicht so sehr, sage ich mal die Husbidsbegleitung also nicht zu sehr die Begleitung von Sterwänden sondern mein Hauptgebiet ist eher die Trauer der Hinterbliebernen und dazu braucht es nicht viel sag' ich mal.
00:30:00: Dazu würde es nicht einmal eine Ausbildung brauchen, wobei es natürlich schon gut ist wenn man etwas mehr darüber weiß als man spürt.
00:30:09: Die Leute die meisten sind sehr dankbar für's Dasein.
00:30:14: Wer muss das gar nichts sein?
00:30:15: Genau, also das heißt nicht wegschauen und so.
00:30:18: Das weiß ich ja aus vielen Beispielen...
00:30:20: Nicht die Strassenseite wechseln oder so tun als würde ich dich nicht sehen hinterm Regal im Kaufhaus verschwinden?
00:30:28: Ja
00:30:28: genau nur weil es unangenehm ist oder wie oft nicht mit der Situation umgehen können.
00:30:33: Also das war eigentlich der Grund und wie wir schon besprochen haben die Demenzerkrankung meiner Mutter hat mich sehr mitgenommen Auf der einen Seite, andererseits muss ich auch gestehen.
00:30:45: Ich bin heute dankbar dafür dass sie so langsam gestorben ist weil es ist ja oder so langsam sich verabschiedet hat.
00:30:53: Es hat uns die Möglichkeit geben uns auszusöhnen und miteinander Frieden zu finden Und das wäre nicht möglich gewesen wenn Sie weiß ich nicht plötzlich an einer Lungenembolie verstorben werden.
00:31:06: Dafür bin ich dankbar und das ist aber auch genau das, was sich in meinem Buch untergibt.
00:31:11: Ich habe ja eben eine neue Auflage und eine erweiterte Auflage zehn Jahre danach.
00:31:15: die heißt jetzt Demenster Heim meine verlorene Mutter und ich, was ich da drinnen auch beschreibe.
00:31:21: Das heißt in diesem Buch geht es nicht um medizinischen Ratgeber Es geht wirklich nur um die eigenen Erfahrungen und Erlebnisse.
00:31:29: Es geht um die richtigen und falschen Entscheidungen, es geht um erfüllende Momente und auch um die verzichtbaren.
00:31:35: Ja?
00:31:36: Also
00:31:37: das ist einfach ein Buch für Angehörige von dem Enzerkrankten.
00:31:42: Du bittest ja auch Vorträge an zu diesem Thema.
00:31:46: Ich bin auch im katholischen Bildungswerk als Referentin dafür gelistet.
00:31:51: Das ist auch so eine Sache.
00:31:54: ich lese da aus meinem Buch und geplant sind meistens, weiß ich nicht eine Stunde oder siebzig Minuten.
00:32:01: Ich bin dort noch nie unter zweieinhalb Stunden rausgegangen weil einfach viele Menschen betroffen sind.
00:32:08: Das muss nicht als direkter Angehöriger aber in fast jeder Familie oder eben der Nachbarschaft oder in seinem sozialen Umfeld gibt es immer mehr dieser Fälle.
00:32:21: wenn ich's richtig im Gedächtnis habe schätzt Der Demenzbericht für das Jahr zweitausendfünfzig zweihundertneunzigtausend registrierte Fälle in Österreich.
00:32:36: Und da kommen wieder, kommen wieder wie Frauen ins Spiel.
00:32:39: Achtzig Prozent dieser Fälle werden zu Hause gepflegt.
00:32:42: die Frauen gehen deshalb oft nur in Teilzeit und es ist Also sie werden gepflegt von Frauen über fünfundvierzig, das weiß ich auch und fünfzig Prozent dieser Frauen haben dadurch ein erhöhtes Risiko von psychischen Erkrankungen.
00:32:59: Und Altersarmut nicht, wenn es teilt
00:33:00: selbst.
00:33:01: Und altersarmutt kommt dazu weil Sie ja ihren Job teilweise aufgeben, nicht?
00:33:05: Um ehrenamtlich freiwillig gratis jemanden zu pflegen.
00:33:09: Das wird dann noch brennenderes Problem wahrscheinlich in den nächsten Jahren werden wo man sich durchaus was überlegen muss.
00:33:16: Ein Aspekt, den ich noch ein bisschen näher behandeln möchte.
00:33:19: während dieses Schreibritriez die du anbietest das meditative Schreiben oder auch in Kombination mit Yoga ist es für dich auch so ein bisschen ein Kontrapunkt jetzt zu unserer hektischen Welt wo wir nur ständig erreichbar sein sollen Social Media dauernd.
00:33:34: Ist irgendwas... ist das so etwas kontrapunkten du da setzen möchtest?
00:33:39: Ich glaube dass Angebote dieser Art immer mehr angenommen werden und eben dieses Schreiben ist ein Inhalten in dieser hektischen Zeit.
00:33:50: Und es ist auch ein, wie soll ich sagen?
00:33:53: Es ist ein achtsamer Umgang mit sich selbst!
00:33:56: Es geht gar nicht darum, auch bei diesen Schreibritwietz das du jetzt Bestsellertexte schreibst.
00:34:01: Es geht darum dass du Authentisch schreibest und dass du einfach immer du bleiben kannst ja.
00:34:08: Ich glaube auf das müssen wir Frauen uns wirklich immer mehr konzentrieren.
00:34:14: Da bin ich eigentlich jetzt dann schon bei meiner letzten Frage die all meine Gäste, Gästinnen bekommen und zwar was würdest du Mädchen oder ganz jungen Frauen empfehlen so aufgrund deiner Expertise?
00:34:27: Auf Grund deiner Lebenserfahrung?
00:34:30: Eines habe ich schon genannt diese traditionellen Rollenbilder die wir einfach über den Haufen werfen müssen.
00:34:37: das passiert Gott sei Dank gehe ich schon, weil vor... weiß ich nicht.
00:34:40: Noch eine Generation vor uns ist kein Mann mit einem Kinderwagen gefahren?
00:34:44: Also so einfache Sachen!
00:34:46: Das zweite ist dass man sich als Jugendlicher nicht entmutigen lassen sollte.
00:34:51: das ist für mich ein ganz Wichtiger Punkt, auch wenn nicht alles gleich sofort nach Plan läuft oder wie man sich das vorstellt.
00:34:59: Man muss nicht perfekt sein!
00:35:01: Man lernt auch aus negativen Erfahrungen viel – nicht in dem Moment, an dem man die Erfahrung macht da ist er verzichtbar.
00:35:08: aber im Nachhinein betrachtet sind das sehr oft jene Situationen die einem weitergebracht haben als man gedacht hat.
00:35:15: Ich glaube auch dass wir diese Sag mal weibliche Community viel mehr fördern müssen.
00:35:22: Dieses Zusammenarbeiten, dieses Sichergenzen, dieses Schöpfen aus den talenten Fähigkeiten der Community des anderen.
00:35:31: also das glaube ich auch und Ich glaub dass man weder zu jung noch zu alt ist um neue Ideen zu haben und diese auch zu realisieren Das wär's.
00:35:43: Ja, das ist schon sehr viel!
00:35:45: Liebe Brigitte, danke fürs hier sein und danke für deine tollen Ausführungen.
00:35:50: Danke.
00:35:50: Ich
00:35:50: danke dir Martina.
00:35:52: es hat mir eine große Freude bereitet auch einmal über mein ganzes Leben so ein bisschen wieder zu reflektieren.
00:35:59: Schön, danke.
00:36:05: Vielen Dank an alle Zuhörerinnen und Zuhörer für eure Aufmerksamkeit.
00:36:09: Falls ihr mehr wissen wollt über das Projekt Frau Ida von der Waldviertler Frauenwirtschaft Wir bieten Raum für produktives Arbeiten, aber auch Raum für Community und Weiterbildung.
00:36:21: Besucht gerne unsere Website www.frau-ida.at.
00:36:27: Ciao!
00:36:28: Und alles Gute bis zur nächsten Folge.
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