FRAU iDA stellt vor #31 Birgit Schön
Shownotes
Zu Gast in dieser Folge des Podcasts von FRAU iDA ist diesemal Birgit Schön, die Leiterin der Abteilung Frauenpolitik in der Arbeiterkammer Niederösterreich. Wir sprechen über den Gender Pay Gap, Karenz, Pensionen und ökonomische Unabhängigkeit. Warum ist es so wichtig, als Frau selbstbestimmt und finanziell unabhängig zu leben? Und warum sind wir von echter Gleichstellung noch immer ein gutes Stück entfernt? Wir sprechen aber auch über Gewalt und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, über das neue Phänomen der „Tradwives“ und über den Druck, als Frau möglichst alle Rollen perfekt erfüllen zu müssen.
Website der AK NÖ Website der Waldviertler Frauenwirtschaft - FRAU iDA FRAU iDA stellt vor - der Podcast der Waldviertler Frauenwirtschaft
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00:00:00: Frau Ida stellt vor, der Podcast – der Waldviertler Frauenwirtschaft.
00:00:13: Ich sag immer Respekt am Arbeitsplatz kostet nichts.
00:00:17: Also Respekt!
00:00:18: Wir haben das unter den Slogan gesagt nur Respekt schafft eine gesunde Arbeitskultur und es ist wirklich aus was ich mir denke dass kann man im Jahr zwanzig von Kolleginnen und Kollegen von Vorgesetzten und Dienstgeberinnen und Dienstgebern verlangen dass eine respektvolle Arbeitskultur geschaffen wird.
00:00:36: Mein Name ist Martina Keins.
00:00:38: Ich stelle euch in unserem Podcast von Frau Ida interessante Frauen und spannende Persönlichkeiten
00:00:44: vor.
00:00:45: In dieser Folge spreche ich mit Magistra Birgitschöhn, Leiterin der Abteilung Frauenpolitik der Arbeiterkammer Niederösterreich über den Gender Pay Gap, Karenz, Pensionen und ökonomische Unabhängigkeit.
00:00:58: Und warum sind wir von echter Gleichstellung noch immer ein gutes Stück entfernt?
00:01:03: Wir sprechen aber auch über Gewalt- und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und über den Druck als Frau möglichst alle Rollen perfekt erfüllen zu müssen.
00:01:12: Herzlich willkommen, liebe Birgit!
00:01:14: Ich freue mich sehr dass du heute Zeit gefunden hast bei unserem Podcast von Frau Ida dabei zu sein.
00:01:21: wir freuen uns schon sehr auf deine Ausführungen vor allem das Thema Frauen betreffend.
00:01:27: Ja vielen Dank, vielen Dank Martina, dass ich heute diesen Podcast mit dir aufnehmen darf.
00:01:32: Vielleicht stelle ich mich gleich einmal vor, wenn das gewünscht ist.
00:01:35: Also mein Name ist Birgit Schöhn und ich bin in der Arbeiterkammer Niederösterreich tätig.
00:01:40: Ich habe im Jahr zwanzundzwanzig die Leitung der Abteilung Frauenpolitik übernommen.
00:01:48: von meiner Grundausbildung Herr Juristin Ja, doch schon seit einiger Zeit in der Arbeiterkammer Niederösterreich beschäftigt.
00:01:56: Seit dem Jahr acht und da auch in den verschiedensten Funktionen begonnen habe ich sozusagen meine Laufbahn in die Arbeiterkammer in der Rechtsberatung, in der Arbeitsrechts- und Sozialrechtsberatungen In einer Bezirkstelle das heißt an in einer regionalen Anlaufstelle Und war so auch am Beginn sozusagen mit den Lebensrealitäten der Menschen irgendwie beschäftigt.
00:02:20: Genau, da würde mich jetzt interessieren.
00:02:23: Das heißt du bist zuerst von der allgemeinen Rechtsberatung, Arbeitsmarktpolitischer Beratung dann zum Thema Frauen gewechselt?
00:02:31: Hat dieses frauenpolitische Engagement schon früher gegeben oder bist du da irgendwie zufällig hineingekommen?
00:02:38: wie kam es dazu dass du die Frauenagenten jetzt quasi führst?
00:02:42: Es war nie ein Ziel die Leitung der Abteilung Frauenpolitik zu übernehmen, also das kann man so nicht sagen.
00:02:48: Das war kein Karriereplan oder kein vorgegebener Weg.
00:02:53: Tatsächlich war es so dass ich während meines EU-Studiums einen Erasmussemester in den Niederlanden gemacht habe und bin dort auch mit dem Thema... Gleichbehandlung, gleich Behandlung in der Arbeitswelt equal treatment.
00:03:07: In Berührung gekommen und das war so Anfang der zweitausender Jahre Und habe da irgendwie gemerkt, da tut sich in den niederlanden etwas mehr als bei uns.
00:03:16: Was
00:03:16: war da anders?
00:03:17: Die Offenheit gegenüber diesem Thema die Relevanz dieses Themas auch in den Lehrplänen und ich hab dann in den Niederland einige Kurse zum zu diesem Thema also diesen Themenbereich auch absolviert.
00:03:29: Ich habe das, wie gesagt im Studium bin ich drauf gestoßen und es hat mich dann irgendwie während auch meines Berufslebens immer begleitet.
00:03:39: Und wie gesagt hab' ich in der Arbeitsrechtsberatung begonnen und das ist eine allgemeine Arbeitsreichtsberatungen.
00:03:45: Das ist ja nicht spezifisch für Frauen sondern das ist für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gleichermaßen verfügbar oder wird von uns gleichermaßend für alle Geschlechter angeboten unabhängig eben vom Geschlecht und dementsprechend lernt man eben diese Lebensrealitäten kennen.
00:04:05: Man lernt, wo die Menschen der Schuh drückt welche Probleme sie haben, welche Probleme Sie im Arbeitsleben haben mit welchen Herausforderungen zu kämpfen sei es in privaten aber auch natürlich im beruflichen Alltag was ja unsere Hauptaufgabe ist uns sozusagen auch mit der ganzen Arbeitswelt zu beschäftigen.
00:04:23: und da ist natürlich die Situation von Frauen immer ganz speziell gewesen.
00:04:28: Wenn Frauen, die allein erziehend sind den Job verlieren dann hat das noch einmal eine ganz andere Dimension als wenn es in einem Partner-Shop passiert wo es vielleicht noch einen zweiten Elternteil einen Partner gibt der sozusagen finanziell aushelfen kann.
00:04:44: Also wenn alleine stehende Personen irgendwie den Job verliehen ist noch immer dramatischer.
00:04:49: Wenn Entgelt nicht bezahlt wird und man weiß nicht wie es über die Runden geht, vor allem dann weil man vielleicht prekär beschäftigt ist.
00:04:57: Wo sozusagen am Ende des Geldes noch sehr viel Monat übrig bleibt und dementsprechend hat mich das Frauenpolitische Thema immer begleitet.
00:05:09: ich habe es aber nie als solcher es tatsächlich vor mir hergetragen oder so wahrgenommen.
00:05:15: aber im Rückblick wenn mir genau solche Fragen gestellt werden stelle ich dann schon fest na eigentlich hat's mich schon Zeit meines Lebens irgendwie beschäftigt.
00:05:24: Das heißt, es war einfach da und hat sich in deiner Praxis auch ergeben?
00:05:28: Genau!
00:05:28: Es war einfach immer da.
00:05:31: Und erst im Laufe der Zeit mit der über... Insbesondere dann mit der Übernahme der Abteilungen, damit verbundenen Tätigkeiten eigentlich und auch mit solchen Interviews bin ich dann viel in mich gegangen und habe gesagt, wann hat das begonnen?
00:05:45: Wann hat mich das eigentlich zu interessieren begonnen?
00:05:49: Da gibt es keinen Punkt, da gibt's keinen Zeitpunkt wo ich sage das war so oder dieses eigenes was.
00:05:55: Nein es war immer da und es waren wie gesagt die Umstände, die Lebensrealitäten, die Herausforderungen von deren Frauen stehen die mich immer beschäftigt haben, die mich auch in meinem beruflichen Tun gefordert haben.
00:06:08: Und das hat irgendwie dann dazu geführt dass wie gefragt wurde ob ich diese Abteilung übernehmen möchte, den man dacht habe Ja eigentlich passt das ganz gut.
00:06:17: Und wie gesagt, ich komme mit diesem rechtlichen Background ist es durchaus eine gute Passage glaube ich.
00:06:25: Es ist ja auch ganz toll dass es diese Abteilung überhaupt gibt.
00:06:27: und da jemand da ist der dann auch mit Herzblut für die Themen kämpft weil Wer, wenn nicht Frauen müssen sich dieses Thema annehmen.
00:06:37: Wobei es ja immer mehr auch darum geht die Männer ins Boot zu holen weil ich denke man dieses Kämpfen alleine von Frauen für Frauen wird nicht ausreichen um wirklich langfristig Gerechtigkeit herzustellen.
00:06:49: aber dazu kommen vielleicht Auch später noch, ich frage immer ganz gern auch nach der Herkunftsfamilie bzw.
00:06:55: deiner Kindheit Jogend wo bist du in die Schule gegangen?
00:06:58: Wie kam es dazu überhaupt Juß studieren zu wollen?
00:07:01: war das von Anfang an klar oder gab's da irgendwie prägende Ereignisse?
00:07:05: Ich
00:07:06: bin im Bezirk Melk aufgewachsen habe dann nach der Volksschule in meiner Heimatgemeinde das Gymnasium in Wieselburg besucht acht Jahre lang und hab dann begonnen eben Juß zu studieren.
00:07:19: Warum Juß?
00:07:20: vielleicht Weil ich die naive Vorstellung hatte, das Recht auch was mit Gerechtigkeit zu tun hat.
00:07:26: Und ich sage das ganz bewusst in der naive Vorstellungen weil wenn man im juristischen Bereich arbeitet dann weiß man oft.
00:07:33: Vielfach gehen Verfahren nicht immer so aus dass man sagt das war jetzt gerecht sondern eine Partei hatte die besseren Argumente die bessere Beweise konnte sich vor Gericht vielleicht glaubhafter darstellen konnte den Richter die Richterin besser überzeugen.
00:07:48: also ich habe schon kennengelernt Recht durchaus dazu dient und dienen sollte, Gerechtigkeit herzustellen.
00:07:57: Nicht immer geht es aber dann in Verfahren, in Prozessen tatsächlich so aus.
00:08:02: Vielleicht ist das auch mit ein Grund warum ich nicht sozusagen Richterin geworden bin oder nicht in den klassischen Rechtsberufe gegangen bin sondern mich tatsächlich für die Interessensvertretung entschieden habe und für einen Bereich wo Personen unabhängig von ihrer Geldweise eine gute, gute Rechtsberatung bekommen.
00:08:22: Gute Rahmenbedingungen um ihre Ansprüche auch geltend zu machen vorfinden.
00:08:27: und ich glaube das ist schon im Nachhinein gesehen oder ich würde es wieder so machen.
00:08:33: Das heißt dass du jetzt von der Basis her quasi arbeitest?
00:08:37: Genau also von der basis her.
00:08:38: also ich weiß wie bei uns eine rechts Beratung funktioniert wie das Verfahren oder wie die Verfahren, die von der Arbeiterkammer bei Gericht geführt werden ausschauen.
00:08:47: Dass es hier nicht darum geht, kann ich mir das Verfahren überhaupt leisten?
00:08:50: Kann ich mir überhaupt einen Anwalt leisten?
00:08:54: Mache ich das überhaupt?
00:08:56: Brauche ich überhaupt auf meinen Anspruch?
00:08:57: Möchte ich meinen Anspruch oder kann ich meinenanspruch überhaupt
00:09:00: durchsetzen?".
00:09:01: Also diese Fragen stellen sich bei uns im Wesentlichen nicht weil jeder Mann jede Frau unabhängig eben von ihrem finanziellen Hintergrund Möglichkeiten eine von der Rechtsberatung bekommt und dann bei entsprechenden Rahmenbedingungen auch die Verfahren entsprechend geführt werden.
00:09:22: Du hast von Gerechtigkeit gesprochen, also wenn wir uns das anschauen gerade in Österreich, wenn man bezüglich Gender... pay gap uns ansehen, da gibt es ja wirklich noch eklatante Unterschiede.
00:09:33: Da sind wir auch insgesamt im europäischen Vergleich nicht besonders gut wenn man sich diesen gender pay gap das heißt den Unterschied in der Bezahlung zwischen Männern und Frauen ansieht.
00:09:44: Wir haben andere Problemfelder, du hast erst Hollande erwähnt die nordischen Staaten Veta Carrenz, die vielleicht auch damit zu tun hat dass der gender paygap nicht so krass wäre besser funktionieren würde.
00:09:59: Wie siehst du das Österreich spezifisch?
00:10:01: Warum sind wir da soweit hinten oder doch eher nicht an einem guten Platz?
00:10:09: Also, wir haben, da hast du es richtig gesagt, egal welche Berechnung man heran sieht und es gibt ja unterschiedlichste Berechnungsmethoden oder auch Berechnungen Grundlagen die herangezogen werden.
00:10:20: Nichtsdestotrotz es gibt diesen Gender Pack-App, es gibt diese Geschlechts.
00:10:25: bizifische Lohnschere, wenn man es eindeutschen möchte.
00:10:29: Und was wir auch aus Statistiken oder als Untersuchenden wissen ein Großteil dieser Lohnschere dieser Lücke lässt sich nicht durch objektive Kriterien begründen oder so zu sagen relativieren.
00:10:43: Weil wir hören oft, wenn wir vom gender pay gap sprechen oder wenn wir unsere Preiseaussendungen von gender pay Gap machen dann bekommen wie oft die Rückmeldung Naja das ist Statistik und so kann man sich nicht sehen Das ist eine Vermischung von Äpfel und Birnen.
00:10:56: Egal welche Statistiken man heranzieht Welche Berechnungs Methode den Gender Pay Gap kann nicht hinweg leugnen Und man kann ihn auch nicht hin weg oder weg argumentieren Den gibt's.
00:11:05: Das heißt es ist Tradition?
00:11:08: Tradition, nein ich möchte es anders formulieren.
00:11:11: Zwei Drittel des Gender Pay Gaps sind tatsächlich darauf zurückzuführen dass es nicht um Ausbildung und nicht um Betriebszugehörigkeit, nicht um die Branche geht sondern tatsächlich zwei Drittel auf Diskriminierung zurück zu führen sind auf eine Ungleichbehandlung.
00:11:26: Und jetzt kommt die kritische Anmerkung auch von vielen und die möchte ich gleich... bevor wir da irgendwie dann Reaktionen bekommen.
00:11:34: und dann heißt, na in Österreich gibt es doch Kollektivverträge.
00:11:36: Und das ist unmöglich?
00:11:38: Ja die Kollektiverträge regeln einen Mindestlohn ein Mindestgehalt.
00:11:43: Die Kollektifverträge sagen aber nichts darüber aus wer mehr bekommt.
00:11:47: Wer mehr bekommt.
00:11:48: das heißt sie regeln keine Überzahlungen Sie reglen keine Prämien Sie regeln bestimmte Zulagen Aber nicht alle und sie reglen auch keine Boni.
00:11:59: Und wenn das Argument kommt, na ja dann hat halt der eine oder die andere besser verhandelt oder eben schlechter verhandeln.
00:12:07: Da muss ich sagen dass verbietet das Gleichbehandlungsgesetz weil das gleich Behandlungs Gesetz, das wir ja schon seit den siebziger Jahren in Österreich haben sagt, dass niemand aufgrund seines Geschlechts schlechter bezahlt werden darf oder anders bezahlt wird es sei denn es ist doch objektiver Kriterien begründbar.
00:12:26: Und wenn ich jetzt sage, naja die Frau hat schlechter verhandelt oder die hat sich nie getraut und ich zahle den männlichen Kollegen bei gleicher Qualifikation für eine Gleichwert der gearbeitet mehr.
00:12:35: Dann ist das auch jetzt!
00:12:36: schon diskriminierend und durch das Gleichbehandlungsgesetz verboten.
00:12:40: Ich habe das auch erlebt, ich war in einer Wirtschaftsschule und hab dann später mit Absolventinnen gesprochen die halt irgendwo angefangen haben, ich will jetzt da keine Namen nennen, das waren also größere Institutionen und die haben mir berichtet dass es ein Automatismus war, dass die Bullschen eher auch auf Fortbildungen geschickt wurden und sie nicht was natürlich wieder diesen Rattenschwanz nach Sicht sieht weniger zu verdienen wenn ich weniger gut ausgebildet bin
00:13:04: Genau.
00:13:05: Und das Gleichbehandlungsgesetz, und das ist ja ein sehr gutes Instrument, das wir in Österreich haben verbietet ja die Skrennierung aufgrund des Geschlechts in der gesamten Arbeitswelt.
00:13:14: Das beginnt ja schon beim Berufs-Einstieg bei den Gehaltsverhandlungen auch dann während des Erwerbslebens dann bei der monatlichen quasi Entlohnung.
00:13:23: Das betrifft aber auch die Fragen des beruflichen Aufstiegs, der Beförderung oder der Weiterbildungsmöglichkeit.
00:13:29: Und du hast gefragt warum ist es spezifisch in Österreich so ein Problem?
00:13:34: Naja, ich würde mal sagen das Gleichbehandlungsrecht ist jetzt eine Rechtsmaterie die bei viel nicht oberster Priorität hat.
00:13:41: und ich sage jetzt einmal so wenn man nicht genau hinschaut verschwindet es ein bisschen aus der Aufmerksamkeit.
00:13:48: Also das Gesetz habe ich schon gesagt gibt's im wesentlichen seit den siebziger Jahren wurde mehrfach novelliert auch aufgrund von EU-Vorgaben.
00:13:57: Aber gleichbehandlungsrecht ist jetzt kein Rechtsmaterie oder das Gleichbehandelungsgesetz selbst.
00:14:03: Es ist kein Gesetz, dass sozusagen automatisch aus der Schublade gezogen wird.
00:14:07: Da beschäftigt man sich vielfach mit anderen Dingen und irgendwann kommt einmal das Gleich- behandlungsgesetz sozusagen aus der Schublade und dann wird man, schnappt man sich dann den Gesetzeszeichen und sagt okay das ist eigentlich vielleicht ein Fall von Diskriminierung.
00:14:22: Das kann ich auch aus meiner Arbeitsrechtspraxis durchaus sagen.
00:14:25: die Leute kommen ja auch nicht mit dem Ich bin ungleich behandelt worden sondern da geht es darum ich bin versetzt worden ich durfte eine Ausbildung nicht machen ich habe weniger bekommen aber die kommen nie mit dem.
00:14:37: ich bin diskriminiert worden ich bin ungleicht behandelt geworden Sondern einfach.
00:14:40: das ergibt sich dann im Laufe des Gesprächs Thema, wie genau will man eigentlich hinschauen?
00:14:46: Und auch bei Belästigungsvorwerfen ist es so ein Thema und das erwähne ich deshalb weil auch das Gleichbehandlungsgesetz ja auch die sexuelle und geschlechtsbedrohene Beleistigung auch regelt und unverbietet.
00:14:59: Auch hier ist es ein Thema – Das Hinschahn!
00:15:02: Es kommt niemand, oder in den seltenen Sfällen kommt jemand, der die Beratung sagt, ich bin sexuell belästigt worden.
00:15:07: Sondern das fängt anders an.
00:15:09: Aber es kommt jemand im Beratungen und hat gesagt Ich bin versetzt worden und nicht empfinde dass er ist ungerecht.
00:15:14: Und wenn man dann fragt na warum sind sie denn versetzbar?
00:15:16: Was war denn der Anlassfall?
00:15:18: Gab's vielleicht irgendetwas?
00:15:20: Dann gibt's oft vielleicht die... Oder vielfach die Aussagen Na ja!
00:15:25: Da gab's einen Vorfall mit meinem Vorgesetzten Mit meinen Kollegen, mit einem Kunden Und als Konsequenz wurde ich versetzt und ich empfiehte das als ungerecht.
00:15:35: Nicht, dass die Belästigung passiert ist, weil er es ungerecht empfunden hat sondern die Versetzung.
00:15:40: aber das eine sozusagen dieses eine verbotene Verhalten bedingt quasi ein anderes Verhalten, das genauso nicht zu gotieren ist.
00:15:48: Aber das heißt doch, dass man auch das Bewusstsein der Betroffenen noch schärfen muss Sowohl für Dinge wie Belästigung als auch für Diskriminierung im Berufsleben.
00:15:58: Vielleicht kannst du uns noch ganz kurz erzählen, was hatten dieser Gender Pay Gap für langfristige Folgen?
00:16:05: Ich meine da geht es ja nicht nur um die Jahre in denen man verdient sondern... Was zieht das alles nach sich?
00:16:12: Der Gender Pay gap ist wenn man so will eine Thematik Und noch die mehr Frauen in der Regel davon betroffen sind, dass sie diejenigen sind, die weniger verdienen.
00:16:23: Das zieht sich quasi durch ihre ganze Erwerbsleben und dann auch später bei der Pension sieht man die Auswirkungen ganz extrem.
00:16:31: also wir haben grundsätzlich die Thematik das nicht ein schöner Begeb oder schlechter bezahlte Frauenbranche natürlich von einer gesellschaftlichen Wertschätzung immer sozusagen als Selbstverständlichkeit wahrgenommen werden.
00:16:46: Was meine ich damit?
00:16:48: Also es ist immer selbstverständlich, dass Frauen oder soziale Berufe zurückstecken, wenn eine Krise kommt.
00:16:54: Man hat das in Corona gesehen und wir haben alle applaudiert.
00:16:58: Und man hat gesehen wie wichtig soziale berufe sind, die Pflege ist, wie wichtig die pädagogischen Berufer sind... ...wie wichtig die sozialen Dienstleistungen sind.
00:17:10: Das ist nicht wirklich viel davon geblieben!
00:17:13: Außer dem Klatschen.
00:17:15: Das ist die eine Geschichte, natürlich eine.
00:17:17: existenzsicherndes Erwerbsseitenkommen ist natürlich die Basis für ein selbstbestimmtes ökonomisch unabhängiges Leben.
00:17:24: Es kann man nicht wegdiskutieren, das ist einfach so.
00:17:28: Und natürlich je besser der Verdienst, desto mehr Sozialversicherungsbeiträge zahle ich ein.
00:17:33: Desto besser bin ich auch im Falle von Arbeitslosigkeit und von Krankheit geschützt durch das Krankengeld und das Arbeitslosengeld, dass sich ja aufgrund des Erwerbsenkommens auch bemisst – und natürlich später auch in der Pension.
00:17:44: Je mehr ich an Beiträgen leiste, destо mehr kann ich auch eher in der pensionsleistung
00:17:50: erraten.".
00:17:51: Das heißt Stichwort Altersarmut ist gerade für Frauen Thema.
00:17:55: Altersarmeut ist auf alle Fälle für Frauen ein Thema und ganz besonders für alleinlebende Pensionistinnen, also die Gruppe der größten von Armutsgefährdung betroffen ist, sind tatsächlich allein lebende Pasionistinnen.
00:18:08: Aufgrund der Tatsache dass Frauenpensionen eben so niedrig sind und das ist maximal.
00:18:13: ja dann den Ausgleich wie man so Landläufe sagt, Mindestpension gibt.
00:18:18: Gibt es ja eigentlich nicht die Mindest-Pension?
00:18:21: Sondern es gibt immer nur einen Ergänzungsbeitrag auf diesen Ausgleichszulagen-Richtssatz.
00:18:27: Das heißt vielleicht wäre noch interessant für unsere Hörerinnen und Hörern was sind jetzt konkret eure Angebote an die Frauen oder wo würdest du generell ansetzen?
00:18:37: Vielleicht können wir das in einem ein bisschen zusammen denken.
00:18:41: Ich werde es andersvolle melden, ich habe das glaube ich vorhin auch schon gesagt.
00:18:44: Wir haben jetzt keine spezifischen Angebote für Frauen.
00:18:47: wie als Arbeiterkammer verstehen wir uns aus Interessensvertretung aller Geschlechter.
00:18:53: Es gibt jetzt da keine spezifische Angebote.
00:18:56: Ich sage, das ist jetzt exklusiv für Frauen.
00:18:58: unsere Bezieherstellen, unsere regionalen Beratungsstellen wenn man so will stehen jeder Mann oder Frau gleichermaßen zur Verfügung.
00:19:06: auch unsere Bildungsförderungen und so weiter stehen natürlich auch allen zur Verfügung.
00:19:10: es gibt dann spezielle Angebote wie unterstützen zum Beispiel das AMS beim Projekt Frauen in Handwerk und Technik.
00:19:17: dieses Fizprogramm des AMS wird von uns mit unterstützt.
00:19:21: wir haben eine frauenpolitisch Abteilung und da ist es eben meine Aufgabe, genau mit dieser Frauen spezifischen Brille oder mit diesem Frauenblick auch bei Gesetzesbegutachtungen.
00:19:31: Bei Projekten immer drauf zu schauen naja trifft denn das Frauen vielleicht in irgendeiner Form ganz besonders?
00:19:37: Weil was man ja sagen muss wir haben ja in Österreich keine unterschiedlichen Gerechte für Männer und Frauen.
00:19:42: Das Recht ist ja gleich ausgestaltet nur bedenkt oft nicht wie sich eine Maßnahme oder ein Gesetz vor allem für Frauen auswirkt.
00:19:51: Wenn der öffentliche Verkehr eingeschränkt wird, dann kann man sagen ja ist für alle weg.
00:19:58: Für Alte, für Junge, für Männern, für Frauen und Kinder für Ältere.
00:20:03: Naja wenn ich davon ausgehe dass in einer Familie ein Auto gibt mit dem der gut verdienende Vater in die Arbeit fährt und es kein öffentliches Verkehrsmittel mehr gibt weil das eingestellt wurde, gut verdienten Mann, der mit dem Auto zur Arbeit fährt und das Auto nutzt.
00:20:21: Wohl weniger auswirken als auf die Frau, die jetzt zerschauen muss wie ihre Kinder zum Sport kommen oder wie sie dann ohne diesen Bus der vielleicht bislang noch gefahren ist, ihre Einkäufe erledigt.
00:20:37: Oder zur Freundin fährt oder sich im Café aus mit dem Triff?
00:20:41: Und
00:20:41: das sind wir tatsächlich auch wieder bei dieser klassischen Rollenverteilung.
00:20:45: Selbst wenn in den klassischen Rollenbildern bleibt würde eine solche Maßnahme Frauen umso mehr betreffen.
00:20:51: und da reden wir überhaupt nicht von Gleichstellunggeschweige denn dass sich das einfach einmal umdreht und Frauen überhaupt eine Erwerbstätigkeit nachgehen können weil wir wissen auch schon das Infrastruktur Sowohl soziale Infrastruktur durch Pflegeeinrichtungen, Kinderbetreuungseinrichtungen oder Kinderbildungseinrichtung.
00:21:07: Aber auch der öffentlichen Verkehr durchaus Gleichstellungsmotoren sind.
00:21:12: Je mehr und da gab es unlangs ein Zeitungsbericht, dass es in Wien Projekte gibt das Frauen wo sie in einem Umkreis von fünfzehn Minuten die lebensnotwendigen Einrichtungen vorfinden viel eher einer Werbstätigkeit nachgehen können als das in anderen Bereichen oder in anderen Regionen der Fall ist.
00:21:36: Und das ist schon ein Thema vor allem in Niederösterreich, wir sind ein Flächenbundesland und gerade zum Beispiel öffentlicher Verkehr ist ja auch im Niedere Österreich für Frauen ein Thema.
00:21:45: Das ist so unsere Aufgabe, dass man auf Dinge, an die man vielleicht jetzt nicht denkt, das immer im Hinterkopf hat.
00:21:53: oder was bedeutet eine Budgetkötzung in einem gewissen Bereich?
00:21:57: Was bedeutet das wenn die Steuer auf Hygieneprodukte entfällt.
00:22:03: Das sind natürlich so Geschichten, wo wir dann einfach draufschauen oder wo wir sagen das braucht es jetzt einfach weil da gibt's eine Ungerechtigkeit beziehungsweise wo wir auch schauen müssen dass Ungerechtigkeiten verhindert werden müssen.
00:22:19: Das heißt, dass man diesen Blick einfach schärft für wen das dann tatsächlich Konsequenzen hat in diesen Strukturen, in denen wir noch leben.
00:22:26: Wir können ja nicht so tun als ob es schon alles ausgeglichen wäre.
00:22:31: Ich habe dich in der Arbeiterkammer vor zwei Jahren mit dem Thema Gewalt gegen Frauen und auch mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz beschäftigt und da habt ihr glaube ich einen EU-Vergleich gemacht Und mir ist dabei aufgefallen, dass gerade in nordischen Ländern – wo man ja sagt das da die Gleichstellung von Frauen einfach schon weiter fortgeschritten ist.
00:22:51: Dass der Frauen häufiger von Gewalterfahrungen berichten.
00:22:55: stimmt das?
00:22:56: Woran mag das liegen?
00:22:57: oder wie ist da deine Interpretation?
00:23:00: Wir haben uns nicht noch vor zwei Jahren mit gewaltigen Frauen und Gewalt gegen Frauen an Mädchen beschäftigt sondern es ist für uns auch ein ganz zentrales Thema den wir uns immer wieder sozusagen widmen dass uns eigentlich immer begleitet, leider begleitet und mir ist es als Teilungsleiterin da wichtig auch, dass wir wirklich gut hinschauen.
00:23:22: Ich mir denke, dass die Arbeiterkamer auch hier eine gute Drehscheibe sein kann.
00:23:26: Wir sind jetzt keine Frauenberatungsstelle.
00:23:27: Die Frauen- und Mädchenberatungstellen leisten großartige Arbeit aber ich denke mir oft passieren auch Vorfälle wo man dann vielleicht ... Wo der Betrieb das Unternehmen in dem man tätig ist einen gewissen Schutz bietet.
00:23:40: also wir wissen ja Frauen können da nicht einfach irgendwie gehen und sagen naja ich gehe jetzt nochmal schnell fort und ich lass mich beraten Frauen die in einer Gewaltsbeziehung sind.
00:23:49: haben wir wirklich das Thema schnell, unkompliziert möglichst anonym oder gänzlich anonym Hilfe suchen können und wir stellen das schon fest.
00:23:59: Oder ich bin davon überzeugt dass hier auch der Betriebsrat die Betriebesrätin oder auch wir als Arbeiterkammer eine gute Informationsdrehscheibe sein können.
00:24:08: Soviel mal zu dem
00:24:09: Komplex überhaupt?
00:24:10: Genau so viel was was ich einmal verstehe warum wir uns damit beschäftigen.
00:24:15: nichtsdestotrotz ist Gewalt in der Arbeitswelt ein riesen Thema Und du sprichst es an in den Nordischen Staaten.
00:24:21: Scheint das so, als würden hier die Zahlen explodieren?
00:24:25: Ich würde das aber durchaus an der besseren oder größeren Simizibilisierung schon festmachen.
00:24:33: Ich habe es ja vorher schon erwähnt.
00:24:35: Also ich hab vor fünfzehn Jahren schon einen den Eindruck gehabt.
00:24:38: In den Norden Staaten ist das Thema einfach viel präsenter.
00:24:42: Die Leute sind viel mehr sensibilisiert Und ich glaube auch, und das zeigt auch eine Studie.
00:24:48: Wir haben voriges Jahr eine Studier mit L&R Sozialforschung gemacht bzw.
00:24:53: diese bei L&L Sozialfassung in Auftrag gegeben und da haben wir uns mit sexueller Belästigung oder Beläßigungen am Arbeitsplatz beschäftigt, vor allem in Männerdominierten Branchen im Industrie- und Gewerbe in Niederösterreich – und da sind wirklich schockierende Zahlen zu Tage getreten!
00:25:10: widerspiegeln aber in keinster Weise diese schockierenden Zahlen auch die Beratungsfälle oder die Rechtsfälle, die wir in der Arbeitskammer haben.
00:25:17: Also liegt der Schluss nahe gibt man Frauen oder Betroffenen?
00:25:20: Die Möglichkeit anonym sozusagen Vorfälle zu artikulieren?
00:25:25: vor Fälle zu beschreiben Vorfällen sozusagen ans Licht zu bringen schauen die Zahlen ganz anders aus als wenn man sagt wer geht wirklich zur der Beratungseinrichtungen?
00:25:37: Und das ist schon ein Thema, wo ich denke dass man so sehr sensibel sein muss und wirklich auch das Beratungsangebot schaffen muss und aufrecht erhalten muss.
00:25:47: Dass einfach wennvorfälle sind und sinnvoll wiegen Frauen die Möglichkeit haben sich dort hinzuwenden auch teilweise anonym hin zu wenden.
00:25:57: bei der Durchsetzung von Ansprüchen Geht es halt nicht anonym, also ein Gerichtsverfahren ist nie anonym.
00:26:02: Aber einfach die Möglichkeit zu schaffen... ...die Sache zu schildern, den Sachverhalt zur Schilder, die Berechtsberatung einzuholen und dann auch mit einer... mit einem Gegenüber, das für dieses Thema auch Verständnis hat und dementsprechend einen guten rechtlichen Backfront hat dann diese Sachen durchzudiskutieren.
00:26:21: Das heißt sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.
00:26:23: man würde ja nicht meinen dass das noch immer so Thema ist.
00:26:26: aber wahrscheinlich passiert da so viel im Bereich der Dunkelziffern beziehungsweise was einfach nicht aufpoppt, sei es jetzt weil zu wenig Sensibilität auch da ist oder weil das gar nicht bewusst wahrgenommen wird als eine solche.
00:26:42: Oder weil im viele Frauen Probleme fürchten am Arbeitsplatz zurecht?
00:26:46: Weil ich denke mal gerade in meiner dominierten Branche ist es schwierig dann zu sagen Ich bin da oder dort belästigt worden und da wirklich auch Gehör an Verständnis zu finden.
00:26:57: Ja ja ich sehe dass ich seh das auch so Denke.
00:27:00: oder wir wissen aus diesen Studien, dieser Filz einer Studie die es in diesem Bereich gibt dass Frauen bis zu einem Wissengrad Belästigungsvorfälle hinnehmen.
00:27:15: Weil Belächtigung ist ja nicht erst der körperliche Übergriff sondern das beginnt ja sehr viel früher, es beginnt bei verbalen Übergriffen auch bei Gesten, beim Versenden eines Mails mit sexualisierten Inhalt oder eines WhatsApps.
00:27:31: Und ich denke mal so lange Frauen die das Gefühl haben sie sind noch sozusagen Sie können diese Situation auch beherrschen.
00:27:39: Dulden sie das auch vielfach?
00:27:41: Weil was ist die Alternative?
00:27:42: Die Alternative ist sozusagen zum Vorgesetzten zu gehen, zur höchstgelegeren Stelle zu gehen.
00:27:50: Zum Personalchef zu gehen und diesen Vorfall publik zu machen und dann entsprechend um Ansprüche zu kämpfen.
00:27:57: Wir haben aber kein amerikanisches System wie ich Schadenersatzklagen in Millionenhöhe einbringen kann sondern wir sind da, haben da ein sehr regides und sehr starres und sehr wenig abschreckendes Schadener Satzregime wo viele Betroffene tatsächlich dann sagen, naja das ist mir der Aufwand ja gar nicht wert.
00:28:16: So schlimm war es doch gar nicht!
00:28:18: Ich kann's mir irgendwie noch regeln.
00:28:21: und da muss man schon einmal mutigen und sagen nein es passt nicht.
00:28:24: Nein es ist nicht okay.
00:28:26: und ich sag immer Respekt am Arbeitsplatz kostet nichts.
00:28:31: Das kostet einem Kollegen nichts, seiner Kollegin nicht.
00:28:34: Das kostelt einem Dienstgeber einer Dienstgeberein nichts, das kostet einen Vorgesetzten einer vorgesetzten Nichts.
00:28:40: Also Respekt!
00:28:41: Wir haben das unter den Slogan gesagt.
00:28:43: nur Respekt schafft eine gesunde Arbeitskultur und das ist wirklich was ich mir denke dass kann man im Jahr twenty-sechs von Kolleginnen und Kollegen von Vorgesetztern und Dienstgeberninnen und Dienstgebern verlangen da es eine respektvolle Arbeitskultur geschaffen wird.
00:28:59: Wo würdest du da konkret ansetzen?
00:29:01: bei den Mädchen, bei den Frauen aber auch bei den Männern?
00:29:04: Weil denkt man die kann man ja auch nicht außen vorlassen.
00:29:07: Also ich würde mal grundsätzlich bei den Männern anfangen und nicht bei den Frauen weil das ist auch eine klassische Haltung dass wenn es ein Problem gibt dann muss das Opfer... Dann sucht man mal irgendwas was hat das Opfe falsch gemacht?
00:29:23: war der Rock so kurz?
00:29:24: hat sie vielleicht zulassiv geschaut?
00:29:27: hat irgendetwas im Verhalten einen Anlass für eine Belästigung gegeben.
00:29:33: Nein, das würde ich nicht so sehen.
00:29:35: also ich werde schon bei den Männern ansetzen und das wissen wir auch.
00:29:39: es sind nun mal überwiegend – nicht ausschließlich aber überwiegend – Übergriffe die von Männern gegenüber Frauen gesetzt werden.
00:29:47: Ich möchte jetzt nichts sagen dass es nicht in umgekehrter Fall auch gibt und das ist mir schon auch wichtig zu sagen ja das wird auch bei uns immer mit bedacht Aber die überwiegende Zahl ist schon Meist der Kollege, der Vorgesetzte gegenüber einer Frau ist, der sich hier nicht adäquat oder situationsentsprechend verhält.
00:30:08: Und dementsprechend würde ich auch sagen Männer sind gefordert und ich würde auch unabhängig umgestellt jeden Dienstgeber jede Dienstgebertin auffordern sozusagen hier aktiv zu werden Leitfaden eine Unternehmenskultur zu propagieren, wo klar geregelt ist dass ein Verhalten das nicht respektvoll ist.
00:30:31: Nicht gutiert und nicht akzeptiert wird und auch Konsequenzen hat.
00:30:34: Genau da vielleicht auch in den Anfängen einfach dann schon abgestellt wird.
00:30:38: Und es ist
00:30:40: nicht in Ordnung wenn nur der Pinup-Kalender hängt oder wenn nur ein WhatsApp verschickt wird?
00:30:45: Oder wenn nur Kosennamen dadurch das Büro gerufen werden?
00:30:50: Nein!
00:30:51: Da beginnt es.
00:30:52: Und da ist dann die Grenze zwischen... Es ist der Kosename, dann ist das eine Berührung und dann ist es das Angebot vielleicht ein gemeinsames Zimmer bei einer Dienstreise zu nehmen und so führt das eine zum anderen.
00:31:04: Ich denke mal, da muss man gleich am Beginn klare Regeln schaffen, klare Vorgaben schaffen was Wie versteht das Unternehmen, das Verhalten ihrer Mitarbeiter?
00:31:14: Was wünscht sich das Unternehmen von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
00:31:19: Was ist die Unternehmenskultur?
00:31:21: Und da gehört hingeschaut und da gehören klare Rahmenbedingungen geschaffen und nicht beim Opfer – und es passiert natürlich auch oft dass man dann schaut was hat das Opfer eben falsch gemacht?
00:31:32: und das ist aus meiner Sicht der falsche Zugang.
00:31:35: Und vielleicht auch den Verantwortlichen klar zu machen, dass das auch ein wirtschaftlicher Aspekt ist.
00:31:39: Denn im Unternehmen wo das schlecht funktioniert glaube ich ist ja auch wirtschaftlich nicht optimal.
00:31:46: Genau also wir wissen auch dort die Rahmenbedingungen... passen, wo ein respektvoller Umgang herrscht.
00:31:53: Die Fluktation geringer ist.
00:31:55: ein Unternehmen das sich um eine gute Arbeitsklima kümmert und auch eine dementsprechende Reputation hat und in Zeiten eines Fach- und Arbeitskräftemangelis glaube ich macht schon sehr viel das Arbeitskliima aus warum sich Menschen für einen Arbeitgeber oder für eine Arbeitgebe rein entscheiden und nicht nur das Gehalt.
00:32:12: und es ist wahrscheinlich ein Generationenthema aber gute Arbeitsbedingungen sehen durchaus Vielleicht ein USP für das eine oder andere Unternehmen.
00:32:23: Ein Bereich, den ich noch ansprechen möchte ist auch das Pensionsrecht.
00:32:26: Du bist der Expertin in diesem Bereich.
00:32:28: Kannst du denn ein paar setzen?
00:32:30: Wir werden es nicht ausführlich jetzt abhandeln können aber so ganz wichtige Dinge zu sagen was vielleicht Frauen auch Punktupensionen und Pensionsrechts wissen sollten.
00:32:41: Ich beschäftige mich auch sozusagen mit dem Thema Pensionen aus der politischen Perspektive, mit der frauenpolitischen Brille.
00:32:50: Und was würde ich Frauen raten?
00:32:52: Ich würde Frauen ganz unabhängig einmal zur ökonomischen Unabhängigkeit raten also jedenfalls eine Ausbildung abzuschließen, eine Ausbildung zu machen und eine Auszubildung abzuschließen.
00:33:03: Was ist immer für eine Ausbindung sein?
00:33:05: Ganz egal ob das jetzt eine Lehre oder ein Universitätsstudium ist.
00:33:08: aber ich sage mal Für wirtschaftliche, ökonomische Unabhängigkeit ist einmal Ausbildung das Wichtigste.
00:33:15: Erwerbstätigkeit ist natürlich ein großes Thema.
00:33:18: Je mehr Stunden ich arbeite, je mehr ununterbrauchene Werbstätigkeiten ich vorweisen kann, desto besser schauen wird es auch dann für die Pension ausschauen.
00:33:27: und jedenfalls sozusagen würde ich raten sich auch aktiv mit dem Thema Pension zu beschäftigen.
00:33:35: Ja, weil das merken wir oft dass Menschen oder vor allem Frauen sich dann mit Mitte Ende fünftig einmal damit auseinandersetzen.
00:33:44: Man kann nicht in den Pensionen gehen was schaut denn da raus?
00:33:48: kriege ich überhaupt eine Pension und da fragt er es dann erst sehr spät die wirklich aktive Beschäftigung mit dem Thema Pensionen an.
00:33:57: Und vielfach lässt man das Pensionsthema in jungen Jahren einfach zur Seite, also wenn ich – und das ist auch eines unserer Anliegen – wenn wir vor allem mit jungen Frauen sprechen, dann hören wir immer Ich krieg ja eh keine Pension mehr und lebe ja jetzt!
00:34:10: Ich bin schon der Meinung Wir haben ein gesichertes Pensionssystem, ich bin auch der Meinung einer Form eine staatliche Pension bekommen.
00:34:21: Aber zu sagen, ich kriege das eh alles nicht mehr und das ist mir alles egal und ich schaue dann in zwanzig in dreißig in vierzig Jahren wie es weitergeht halte für sehr gefährlich.
00:34:30: und da versuchen wir auch aktiv zu informieren und aktiv dafür einzutreten, sich eben aktiv auseinanderzusetzen.
00:34:38: Und durchaus hier Hilfeleistungen und Hilferstellungen zu bieten wenn man da Fragen hat oder wenn man dann so zu sagen Tipps und Tricks möchte wie man vielleicht gut vorsagen kann.
00:34:47: Das heißt der Grund, den er sich möglichst früh damit auseinandersetzen?
00:34:50: Genau!
00:34:51: Möglichst früh damit aufeinanderzusätzen und sozusagen auch aktiv einzugreifen ihn Die Erbskarriere sozusagen, das heißt was meine ich damit?
00:35:01: Das heisst wenn die Kinder aus dem Haus sind.
00:35:03: Die Stunden aufzustocken mit dem Partner aktiv darüber zu sprechen wie vielleicht Haus und Sorgearbeit geteilt werden kann dass eine Stundenaufstöckung möglich ist.
00:35:12: auch das Pensionsplitting ist ein Thema den es für in bestimmten Familien Konstellationen möglich ist und durchaus ein Vorteil ist.
00:35:20: dann ist doch die Möglichkeit dass der Partner der Frau Pensionsgutschriften überträgt, wenn sie ein gemeinsames Kind haben.
00:35:27: Aber die aktive Beschäftigung mit dem Eigenleben und der eigenen Erwerbskarriere würde ich wirklich raten.
00:35:35: Im Sinne der Autonomie!
00:35:38: Und wie gesagt bei allen Vorschlägen oder bei allen Ratschläge, die man so geben kann... Ich bin ja keine Freundin von Ratschlägen, aber ich würde schon sagen die ökonomische Unabhängigkeit, die ökonomische Selbstständigkeit hat schon was für sich.
00:35:54: Auch wahrscheinlich für die Persönlichkeitsentwicklung und für die Personlichkeit?
00:35:58: Genau!
00:35:59: Wir beobachten ja in letzter Zeit so dieses Phänomen der Thread Wives.
00:36:04: Ist es deiner Ansicht nach nur in den sozialen Medien präsent und ist das eh nicht so, was dann auch in der Praxis Auswirkungen hat?
00:36:11: oder schlägt das irgendwie auch in eurer Praxis auf?
00:36:15: Dass Frauen sagen, ich bleibe lieber jetzt sowieso zwanzig Jahre daheim weil... Die eine Influencerin, die schildert das immer so schön.
00:36:23: Die ist zwar top gestylt und ist nichts weniger als Hausfrau sondern eine Geschäftsfrau.
00:36:30: eigentlich wird ja wahnsinnig viel gelogen in diesen sozialen Medien.
00:36:33: wie Ort es tut aus diese Entwicklung?
00:36:36: Ich nehme das natürlich wahr was auch in den sozialen Medien passiert.
00:36:41: ich habe aber eher also die Threadrips glaube ich sind nicht so das Thema.
00:36:47: oder hätte ich jetzt nicht so bemerkt dass bei uns jetzt so dramatisch aufschlägt.
00:36:52: Es ist eher ein bisschen die Verfestigung von Rollenbildern, vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wenn Angebote gekürzt werden und Leistungen gekürzten werden, dass es wieder zu einer Retraditionalisierung kommt.
00:37:06: Ich würde gar nicht sagen, dass die Trade Wives so ein Thema sind, sondern auch dort wo... Wenn gespart wird, dann wird oft in jenen Bereichen gespart wo es vor allem ärmere und vor allem Frauen dann
00:37:21: trifft.
00:37:21: Und das führt natürlich wieder zurück hin zu einem klassischen oder zu einer Verfestigung des traditionellen Rollenbildes, also die Frau, die sich um Haus- und Kinder kümmert und der Mann, der für das Familieneinkommen sorgt.
00:37:36: Ja,
00:37:36: d.h.,
00:37:37: dass das politisch danach
00:37:39: nicht gebraucht wird?
00:37:40: Genau!
00:37:41: Das ist schon ein Thema.
00:37:46: Oberösterreich eine Zeit lang, wenn kein Kindergartenplatz zur Verfügung stand oder für Frauen und Eltern eigentlich muss ich sagen.
00:37:55: Die keine Kindergatenplatz in Anspruch nahmen an eine Prämie.
00:37:58: Ja das geht in diese Richtung?
00:38:00: Und es geht genau in die Richtung, was bedeutet denn das?
00:38:04: Oder wer bleibt denn dann zu Hause?
00:38:06: Also natürlich wird ein Anreiz geschaffen zuhause bleiben, die Kinder selbst zu versorgen und trägt natürlich nicht so einer zu einer selbständigen ökonomischen Selbstständigkeit der Frau bei, sondern eher zu einem traditionellen Rollen- und Familienbild.
00:38:24: Genau das Thema Kinderbetreuung haben wir bis jetzt noch ausgespart.
00:38:28: Wie siehst du das?
00:38:29: Wo gibt es da Verbesserungsbedarf?
00:38:30: Weil ich gerne das von uns im ländlichen Raum, dass hier gerade für die ganz kleinen wenige... Es gibt welche aber als die Angebote sind für manche dann nicht leistbar und es sind auch zu wenig.
00:38:43: wie siehst Du das?
00:38:44: Ich möchte so beginnen, wir reden von Kinderbetreuung.
00:38:48: Wir sind der Meinung, Kinderbetreuerungs- Einrichtungen sind Bildungseinrichtungen und ich sehe das schon so.
00:38:54: es geht nicht um die Aufbewahrung von Kindern sondern es geht um die Bildung von Kindern Und ich vermehr mich immer dagegen wenn Eltern sagen naja ich habe ja keine Kinder bekommen um sie abzugeben.
00:39:05: Es geht nicht über ein Abgeben des Kindes oder um das Abschieben von Verantwortung.
00:39:09: Es geht auch darum einem Kind Möglichkeiten zu... bieten einen schon sehr früh gefördert zu werden, spielerisch gefördert zu werden und auch hier sozusagen auch schon sehr viel Kontakte zu knüpfen.
00:39:21: Ich kann das... ich bin zwar auch schon ein etwas älteres Semester aber ich war eine der Kinder die sehr früh im Kindergarten waren.
00:39:30: also ich war jetzt zusammen mit einer Freundin zu damaligen Zeiten vor über vierzig Jahren als Dreijährige die Jüngste.
00:39:38: Damals durfte man mit drei erst in den Kindergarten, aber alle rund um mich in der gemischten Gruppe waren Eltern und ich habe das geliebt und ich hab es genossen.
00:39:48: Wahrscheinlich lag's auch damals an der Kindergärtnerin heute der Elementar-Bedagogen, aber ich hab das nie als ein Abschieben empfunden.
00:39:57: Und für mich persönlich zeigt es dann schon die Qualität der Einrichtung, das geschulte und gut ausgebildete Personal ein Thema sind.
00:40:08: Und natürlich auch das Angebot.
00:40:11: Das muss uns gelingen – das Angebote wurde sukzessiv erweitert aber es muss gelingen dass wir auch das Personal entsprechend qualifizieren.
00:40:19: und natürlich auch unqualifiziertes Personal zu bekommen und auch zu halten ist eine entsprechende Entlohnung von Elementarpädagoginnen.
00:40:29: glaube ich, neunundneinzig Prozent in Österreich weiblich.
00:40:32: Dass die auch eine entsprechende Entlohnung, eine entsprechenden Vergütung
00:40:36: haben.
00:40:37: Ja sicher ein ganz wichtiger Punkt und ich denke mir wenn die Betreuung der Kinder als Chance gesehen wird und wenn sie dann auch verbunden ist mit einer Berufstätigkeit der Mutter dann kann ich mir vielleicht auch einen gewissen Beitrag dafür ja auch wieder leisten als wenn ich daheimbleibe.
00:40:51: also das macht ja den Unterschied
00:40:54: muss beides sein.
00:40:54: Also ein gutes Flächendeckendesangebot, entsprechende Rahmenbedingungen auch für das pädagogische... ich nenne es jetzt mal Personal, ich möchte da gar nicht nur auf die Frauen eingehen weil ich auch durchaus finde in unseren Zeiten wäre es auch wichtig an Männern den Kindergarten zu haben oder in der Minen entsprechenden institutionellen Bildungseinrichtungen, weil auf Kindern auch eine männliche Bezugsperson fehlt.
00:41:21: Und ich denke man dieses Konklo-Marat an Dingen würde auch sehr viel verbessern.
00:41:25: hätten wir eine entsprechende soziale Infrastruktur von Beginn an dann würden sich glaube ich durchaus viele Probleme wenn nicht lösen und zumindest etwas verkleinern.
00:41:36: Wir hätten die Möglichkeit von Frauen vermehrt oder verstärkt ins Erlebstleben schneller einzutreten, zu einem höheren Stundenausmaß einzutreten.
00:41:47: Wir hätten vielleicht auch den Kontakt von Kindern zum männlichen Bezugspersonen, wo sie auch ein entsprechendes Gegenüber dann haben.
00:41:54: Entsprechende Rollenbilder sehen dass es durchaus cool ist wenn da vielleicht eine Lementarbetergo gekocht und macht das dann Zuhause oder den Müll runter trägt oder das Kind wickelt.
00:42:09: Da würde man für die Gesellschaft durchaus viel Gutes tun, wenn man da schon sehr viel beginnt auch zu investieren.
00:42:17: Und das aufzubrechen, diese traditionellen Bilder ja.
00:42:20: Ich stelle diese Frage allen meinen Interviewpartnerinnen und natürlich auch dir und bin schon gespannt was würdest du Mädchen oder jungen Frauen so mitgeben wollen in ein paar Sätzen?
00:42:31: Meine Mutter hat immer gesagt Ratschläge sind auch Schläge.
00:42:34: Dementsprechend würde ich keine Ratschläge erteilen.
00:42:36: Ich habe es auch vorher schon erwähnt, Ausbildung.
00:42:38: Also für mich ist Dreh- und Angelpunkt tatsächlich die Ausbildung... Und ich hab's auch vorhin gesagt, egal welche Ausbildung es ist eine abgeschlossene Ausbildung ist immer der Garant dafür dass sich auch in späteren Jahren wenn mich vielleicht der ursprünglich erlernte Beruf oder das Ursprüngliche Erlernte vielleicht nicht mehr so interessiert aber auf Basis dieser Ausbildung die Möglichkeit, mich fortzubilden und mich weiterzubildern.
00:43:05: Eine Lehre beispielsweise bittend ein gutes Fundament vielleicht später noch die Matura nachzuholen oder studieren.
00:43:11: Ich habe kennen sehr viele in meinem bekannten Freundeskreis aber auch im beruflichen Umfeld, die erst um spätereinzeiten dann einen Studium begonnen haben oder eine sekundäre oder zärze ihre Ausbildung gemacht haben wirklich tatsächlich eben die Ausbildung als Basis.
00:43:29: Auch immer sozusagen, ein Geht nicht gibt es nicht und Mädchen können alles tun und werden.
00:43:34: Und das ist glaube ich schon so ein Kredo, dass sich immer mitnehmen.
00:43:40: Also ich habe nie die oder Gott sei Dank nie die Erfahrung machen müssen, dass das mir irgendwie gesagt hat, das darfst du nicht weil du ein Mädchen bist oder das kannst du nicht, weil Du ein Mädchern bist.
00:43:51: also da bin ich meinen Eltern durchaus dankbar, dass sie mich so erzogen haben Gleich wie meinen Bruder behandelt haben, also ich bin mit einem Bruder aufgewachsen.
00:44:01: Und wir hatten beide dieselben Möglichkeiten und tatsächlich diese ökonomische Unabhängigkeit und die auch dann später nicht aufzugeben.
00:44:09: Also es ist ökonomische UnAbhängigkeit sozusagen und Kinder das ist beides möglich ja?
00:44:15: Ja das sind schöne Schlussgedanken.
00:44:17: Mädchen können alles, das ist glaube ich ein besseres Schlussplädoyer können werden gar nicht vorstellen.
00:44:23: vielen Dank liebe Birgit für das tolle Gespräch.
00:44:26: Danke die Martina, vielen Dank.
00:44:32: Vielen Dank an alle Zuhörerinnen und Zuhörper für eure Aufmerksamkeit!
00:44:37: Falls ihr mehr wissen wollt über das Projekt Frau Ida von der Waldviertler Frauenwirtschaft Wir bieten Raum für produktives Arbeiten aber auch Raum für Community- und Weiterbildung.
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00:44:55: Ciao und alles Gute bis zur nächsten Folge.
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